Dehoga rechnet mit Insolvenzen in der Gastronomie

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) befürchtet infolge der anhaltenden Wirtschaftskrise 50 000 bis 60 000 Entlassungen im Gastgewerbe in diesem Jahr. Diese Gefahr bestehe, sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer am Dienstag dem SWR2. In den führenden großen Hotels, auch in Berlin, hätten bereits Leute ihren Job verloren. Zwar sei das Ostergeschäft gut gelaufen, jedoch hätten vor allem die großen Hotels in den vergangenen Monaten bis zu 30 Prozent Umsatzverlust zu beklagen gehabt.

Fischer zufolge ist es durchaus möglich, dass es auch im Bereich der kleinen Gastronomie Insolvenzen gibt. Trotzdem fordere das Gastgewerbe keine Subventionen oder staatlichen Hilfen. Um jedoch der Branche bessere Rahmenbedingungen zu geben, müsse die Mehrwertsteuer im Gastgewerbe auf nur 7 Prozent statt der sonst üblichen 19 Prozent ermäßigt werden, wiederholte Fischer eine bereits genannte Forderung.

«Wenn man weiß, dass 22 Länder in Europa reduzierte Mehrwertsteuersätze für die Hotellerie haben, dann wird dies auch deutlich», ergänzte er. Sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Gastfreundschaft seien das beste Konjunkturprogramm für mehr Arbeitsplätze, mehr Nachfrage und auch mehr Investitionen. Bezüglich der Arbeitsplätze nannte der Dehoga-Präsident die Zahl von rund 70 000 zusätzlichen Stellen.

gi24/News Adhoc

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