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	<title>GI24-News &#187; Reportagen</title>
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	<description>GI24-News &#124; Gewerbeimmobilien Nachrichten</description>
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		<title>Photovoltaik-Anlagen zeigen auf Flachd&#228;chern ihre T&#252;cken</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 16:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ruth Vierbuchen. Bei Warenh&#228;usern wird gern der Begriff &#8222;Konsumtempel&#8220; verwendet, um auszudr&#252;cken, dass es beim Einkaufen um Luxus geht, um Freizeitgestaltung und angenehmen Zeitvertreib. Der Begriff spiegelt sich dann auch in der anspruchsvollen Architektur &#8211; innen wie au&#223;en &#8211; wieder.
Die richtige Ausleuchtung der Verkaufsr&#228;ume ist im Einzelhandel wichtig, um die Ware &#8211; im wahrsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Ruth Vierbuchen</em>. <strong>Bei Warenh&auml;usern wird gern der Begriff &bdquo;Konsumtempel&ldquo; verwendet, um auszudr&uuml;cken, dass es beim Einkaufen um Luxus geht, um Freizeitgestaltung und angenehmen Zeitvertreib. Der Begriff spiegelt sich dann auch in der anspruchsvollen Architektur &#8211; innen wie au&szlig;en &#8211; wieder</strong>.</p>
<p>Die richtige Ausleuchtung der Verkaufsr&auml;ume ist im Einzelhandel wichtig, um die Ware &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; ins rechte Licht zu r&uuml;cken und so Kaufanreize zu schaffen. Die Kehrseite ist, dass Licht meist auch W&auml;rme erzeugt. In Shopping-Centern, den &bdquo;Konsumtempeln der Neuzeit&ldquo; mit ihren vielen Gesch&auml;ften, potenziert sich das Problem der W&auml;rme-Erzeugung, sodass die Geb&auml;ude aufwendig gek&uuml;hlt werden m&uuml;ssen. Im Lebensmittelhandel kommen noch ausladende K&uuml;hltheken und Tiefk&uuml;hltruhen hinzu, die viel Energie verbrauchen. Kurz: Um Kauflaune beim Kunden zu erzeugen, verbraucht der Einzelhandel viel Energie. Deshalb hat beispielsweise die M&uuml;lheimer Tengelmann-Gruppe vor einem Jahr ihren neuen Klima-Markt in Betrieb genommen, &bdquo;um zu zeigen, dass man ein modernes Supermarktkonzept mit 50% weniger Energie und ganz ohne CO2-Emissionen betreiben kann&ldquo;.<span id="more-5116"></span></p>
<p>Eingesetzt werden Geothermie und Abw&auml;rme von K&uuml;hlanlagen zum Heizen, eine intelligente Lichtsteuerung, die das k&uuml;nstliche Licht herunter regelt, je mehr Tageslicht durch die Glasfl&auml;chen im Dach f&auml;llt und eine &uuml;ber 1 000 qm gro&szlig;e Photovoltaik- Anlage an der Fassade und auf dem Dach, die &uuml;ber 45 000 kWh Strom erzeugt. Zudem sollen auf dem Dach des Klima-Marktes in M&uuml;lheim a.d. Ruhr 5 Windturbinen montiert werden, um j&auml;hrlich etwa 15 000 kWh &Ouml;kostrom zu erzeugen. Seit Energie immer teurer wird und seit in dem 2009 in Kraft gesetzten &bdquo;Erneuerbare-Energien -W&auml;rmegesetz&ldquo; das Ziel formuliert wurde, bis 2020 bei Neubauten den Anteil erneuerbarer Energien von derzeit 6 auf 14% zu erh&ouml;hen, wird das Thema &bdquo;Nachhaltige Energieeffizienz&ldquo; auch bei Handelsimmobilien immer wichtiger.</p>
<p>Und dabei spielen auch Photovoltaik- Anlagen f&uuml;r die Energiegewinnung eine wichtige Rolle. Insgesamt hat sich die Solarstromleistung in Deutschland allein in den Jahren 2008 und 2009 verdoppelt. D. h. der Ausbau erfolgt wesentlich schneller und zu wesentlich niedrigeren Preisen als urspr&uuml;nglich prognostiziert. Dabei geh&ouml;ren Flachd&auml;cher, die im Einzelhandel weit verbreitet sind &ndash; sei es bei den gro&szlig;r&auml;umigen Fachm&auml;rkten, SB-Warenh&auml;usern, Superm&auml;rkten oder Shopping-Centern &ndash; zu den bevorzugten Fl&auml;chen, wenn es um die Installation von Photovoltaik-Anlagen geht, wei&szlig; Andreas R&ouml;del, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der PROGEO Monitoring GmbH in Gro&szlig;beeren bei Berlin. Progeo entstand 1993 aus einem Ingenieurb&uuml;ro f&uuml;r Umwelttechnologie, das sich 1990 ein Verfahren zur vollst&auml;ndigen &Uuml;berwachung von Deponieabdichtungen hatte patentieren lassen. Unter R&ouml;dels Leitung entwickelte sich Progeo zu einem international f&uuml;hrenden Anbieter von Informationssystemen f&uuml;r die Bauwerks&uuml;berwachung, darunter ein Leckmelde- und Ortungssystem f&uuml;r Flachdachkonstruktionen.</p>
<p>Die Vorteile von Flachd&auml;chern liegen bei der Montage von Photovoltaik-Anlagen auf der Hand: Die Installation ist vergleichsweise einfach und die Projekte k&ouml;nnen bei niedrigen Installationskosten in kurzer Zeit realisiert werden. Zumindest auf den ersten Blick. Denn der Teufel steckt, das zeigt der zweite Blick, oft im Detail. Auch ohne Photovoltaik-Anlagen stehen Flachd&auml;cher bereits auf dem Spitzenplatz, wenn es um die Anf&auml;lligkeit f&uuml;r Bauwerkssch&auml;den geht. So stellt auch der Bauwerkssicherheitsbericht des Bundesbauministeriums fest, dass vor allem die Dachabdichtungen von Flachd&auml;chern eine erh&ouml;hte Schadensh&auml;ufigkeit aufweisen. Das Problem dabei sind nicht die direkt sichtbaren Sch&auml;den durch Sturm und Hagel, sondern die schleichenden &ndash; oft nicht zu lokalisierenden &#8211; Sch&auml;den an den d&uuml;nnen Abdichtungsmembranen &uuml;ber die Feuchtigkeit oft &uuml;ber Jahre ins Geb&auml;ude eindringt und schwerwiegende Folgesch&auml;den verursacht. (Vgl. HIR Nr. 62 v. 8.1.2010).</p>
<p>Problematisch werde es erst recht dann, wenn noch die Belastung durch eine nachtr&auml;glich installierte Photovoltaik-Anlage hinzukomme, gibt Progeo- Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer R&ouml;del zu bedenken: &bdquo;Dabei k&ouml;nnen nicht lokalisierbare oder zu sp&auml;t erkannte Abdichtungssch&auml;den entstehen und die Rendite &ndash; bzw. den energiesparenden Nutzen &#8211; von Photovoltaik-Anlagen mindern&ldquo;. Denn Bau, Betrieb und Nutzung f&uuml;hren zu zus&auml;tzlichen Beanspruchungen und damit zu einem hohen Besch&auml;digungsrisiko. &bdquo;Zugleich wird eine visuelle Lokalisierung von Sch&auml;den durch eine Photovoltaik- Anlage erschwert oder gar unm&ouml;glich gemacht&ldquo;, listet R&ouml;del weiter auf. Fallen w&auml;hrend der Betriebsphase der Anlage Reparaturarbeiten am Dach an, oder muss sogar gro&szlig;fl&auml;chig saniert werden, f&uuml;hrt das zu Ausf&auml;llen bei der Stromproduktion. Neben dem Aufwand f&uuml;r die Dachsanierung kommen noch die Kosten f&uuml;r Abbau und Wiederaufbau der Anlage hinzu.</p>
<p>Das Ziel, die Photovoltaik-Anlage als umweltfreundliche, kosteng&uuml;nstige Stromquelle zu nutzen, wird damit konterkariert. Eine weitere Konsequenz k&ouml;nnen juristische Auseinandersetzungen sein, und zwar in den F&auml;llen, in denen Immobilieneigent&uuml;mer auf der Suche nach Liquidit&auml;tsquellen ihre Dachfl&auml;chen an Betreiber von Photovoltaik-Anlagen verpachten. Den Anreiz daf&uuml;r bietet die Tatsache, dass Photovoltaik- Anlagen auf Flachd&auml;chern in den Genuss der Einspeiseverg&uuml;tung &ndash; und das gesetzlich abgesichert f&uuml;r die n&auml;chsten 20 Jahre. Sie bieten &ouml;kologisch sinnvolle Investitionen mit attraktiver Rendite. Da die Gewinnung regenerativer Energien auf den gepachteten Dachfl&auml;chen meist f&uuml;r einen Mindestzeitraum von &uuml;ber 20 Jahren geplant ist, hei&szlig;t das im Umkehrschluss, dass ein Flachdach f&uuml;r die n&auml;chsten 20 Jahre dicht und funktionst&uuml;chtig sein muss. Oft genug treten Sch&auml;den aber bereits nach 4 &ndash; 5 Jahren auf, berichten Experten.</p>
<p>Ein kostentr&auml;chtiger Streit zwischen Geb&auml;udeeigent&uuml;mer und Anlagenbetreiber ist laut R&ouml;del damit praktisch programmiert. Deshalb ist aus seiner Sicht ein funktionierendes Konzept, das f&uuml;r ein dauerhaft dichtes Flachdach sorgt, unabdingbare Voraussetzung f&uuml;r die Installation einer Photovoltaik-Anlage. So etwa die Integration eines Leckmeldesystems, das sofort meldet, wenn Lecks in der Abdichtung entstanden sind und Feuchtigkeit ins Dach eindringt. Undichte Stellen k&ouml;nnen so zielgenau identifiziert werden. Um dieses weit verbreitete Problem zu l&ouml;sen, das wom&ouml;glich vielen in seiner Konsequenz noch gar nicht richtig bewusst ist, hat die Firma Progeo ein &bdquo;DichtDach- Photovoltaik-Konzept&ldquo; entwickelt.</p>
<p>Es setzt sich zusammen aus einer individuellen Kombination aus Leckmeldesystemen und Photovoltaik-Anlagen f&uuml;r Flachd&auml;cher, die sogenannten DichtDach-Photovoltaikanlagen. F&uuml;r Installateure oder Betreiber von Solaranlagen ist es auch deshalb wichtig zu wissen, ob die Anlage nicht auf einem bereits undichten Dach montiert wurde, weil sp&auml;ter schwer zu beweisen ist, dass ein Schaden am Dach nicht bei Installation der Anlage entstanden ist. Andererseits muss der Geb&auml;udeeigent&uuml;mer die Sicherheit haben, dass sein Dach nachhaltig dicht ist und bei der Montage nicht besch&auml;digt wird. Zu den Referenzprojekte der Progeo geh&ouml;rt die neue &bdquo;BMW Welt&ldquo; in M&uuml;nchen, das gro&szlig;e Eventzentrum des Autoherstellers. Auf dem weitr&auml;umigen Flachdach wurde die nachhaltige Kombination von Dachassistenzsystem und Photovoltaik-Anlage installiert. Dadurch sei das Risiko eines unbemerkten Schadens durch den nachtr&auml;glichen Bau der Anlage vermieden worden, so R&ouml;del. Immerhin mussten mehrere hundert einzelne St&uuml;tzen f&uuml;r die Unterkonstruktion der Anlage wasserdicht durch die Abdichtungsebene gef&uuml;hrt werden. (Gi24/HIR, Nr. 64)</p>
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		<title>Stadtentwicklung: Unterst&#252;tzung f&#252;r Klein- und Mittelst&#228;dte</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 05:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ruth Vierbuchen. Das Thema Stadtentwicklung hat unvermindert Hochkonjunktur. Wie eine gute Stadtentwicklung aussieht, dar&#252;ber haben die verschiedenen Gruppierungen jedoch unterschiedliche Auffassungen.
Denn &#8222;in Innenst&#228;dten pr&#228;sentieren sich auf engem Raum vielf&#228;ltige Lebensformen, unterschiedliche wirtschaftliche und soziale Bed&#252;rfnisse treffen aufeinander, hier wird gewohnt, gearbeitet und Handel betrieben&#8220;, bringt es der DIHK auf den Punkt. Was aber gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Ruth Vierbuchen. <strong>Das Thema Stadtentwicklung hat unvermindert Hochkonjunktur</strong>. <strong>Wie eine gute Stadtentwicklung aussieht, dar&uuml;ber haben die verschiedenen Gruppierungen jedoch unterschiedliche Auffassungen</strong>.</p>
<p>Denn &bdquo;in Innenst&auml;dten pr&auml;sentieren sich auf engem Raum vielf&auml;ltige Lebensformen, unterschiedliche wirtschaftliche und soziale Bed&uuml;rfnisse treffen aufeinander, hier wird gewohnt, gearbeitet und Handel betrieben&ldquo;, bringt es der DIHK auf den Punkt. Was aber gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise mit der Angst vor wachsender Arbeitslosigkeit f&uuml;r viele St&auml;dte interessant ist: Es brechen sich vielerorts kreative Ideen Bahn, wie der DIHK feststellt, und so entst&uuml;nden oft unbemerkt &bdquo;neue Gesch&auml;ftsideen, Unternehmen siedeln sich an und bilden kreative Zellen und Netzwerke&ldquo;. <span id="more-5117"></span></p>
<p>Denn was bei Diskussionen auf vielen Kongressen und Foren f&uuml;r Handelsimmobilien, Nationaler Stadtentwicklungspolitik oder City-Management bisweilen aus dem Auge verloren wird, ist, dass Unternehmen das wirtschaftliche Fundament der St&auml;dte bilden. Gerade in kleineren St&auml;dten sind im Zuge des Strukturwandels viele Unternehmen, Arbeitspl&auml;tze und damit junge Familien verloren gegangen. So pl&auml;diert DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Martin Wansleben&nbsp;daf&uuml;r, dass die 580 Mio. Euro, die die Bundesregierung f&uuml;r das Thema Stadtentwicklung einplant, auf Kooperationsans&auml;tze mit der lokalen Wirtschaft ausgerichtet werden sollten. Dabei denkt er an Anschub-Finanzierungen f&uuml;r Wirtschaftsinitiativen und b&uuml;rgerschaftliches Engagement, an die ganzheitliche Entwicklung eines Stadtviertels. Gute Beispiele f&uuml;r diesen Ansatz sind aus seiner Sicht etwa das Projekt &bdquo;Die innovative Stadt &ndash; Motor der wirtschaftlichen Entwicklung&ldquo;, das mit Mitteln der Bundesinitiative &bdquo;Nationale Stadtentwicklungspolitik&ldquo; gef&ouml;rdert wird.</p>
<p>Hier finanziert der Bund die Kooperation von Gewerbetreibenden, Immobilieneigent&uuml;mern und St&auml;dten, um die Cities zu entwickeln und attraktiver zu gestalten. Oder aber die IHKGr&uuml;ndungsinitiative, die darauf abzielt, Existenzgr&uuml;ndern die Chance zu geben, Ladenlokale zu attraktiven Preisen zu er&ouml;ffnen. Einen &auml;hnlichen Ansatz hatte die Stadt Dannenberg vor einigen Jahren gew&auml;hlt, als in der Innenstadt etwa 30% der Gesch&auml;ftsfl&auml;chen leer standen, weil viele Inhaber ohne Nachfolger aus Altersgr&uuml;nden ihre Gesch&auml;fte schie&szlig;en mussten. Mit einer umfangreichen Aktion gelang es der Stadt, das Problem zu beheben. &bdquo;Diese Kooperationsans&auml;tze st&auml;rken gerade das Umfeld der kleinen und mittelst&auml;ndischen Unternehmen mit ihren Gesch&auml;ften und Betrieben&ldquo;, findet Wansleben.</p>
<p>In die gleiche Kerbe haute auch der neue Staatssekret&auml;r im Bundesministerium f&uuml;r Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Rainer Bomba&nbsp;auf dem Symposium &bdquo;Experimentierfeld Stadt&ldquo;, das vom Bundesbauministerium gemeinsam mit dem DIHK in Berlin ausgerichtet wurde: &bdquo;Wir m&uuml;ssen daf&uuml;r sorgen, dass unsere Stadtzentren lebendig und dynamisch bleiben&ldquo;. Mit den etwa 580 Mio. Euro, die j&auml;hrlich zur Verf&uuml;gung stehen, soll nach seinen Angaben vor allem das Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren ausgeweitet werden, um die Revitalisierung der Stadtkerne zu unterst&uuml;tzen. Im Fokus stehen vor allem die Klein- und Mittelst&auml;dte, die von den Umbr&uuml;chen in Handel und Gewerbe betroffen sind, wie zuletzt das Kaufhaussterben gezeigt habe. &bdquo;Da m&uuml;ssen wir fr&uuml;hzeitig helfen, um die Ver&ouml;dung der Innenst&auml;dte zu verhindern.&ldquo; In diesem Kontext mahn der stellvertretende Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des DIHK, Achim Dercks, dass die St&auml;dte bereit sein m&uuml;ssten, Verantwortung auch zu teilen, wenn sich die Wirtschaft st&auml;rker f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Raum engagiere. (Gi24/HIR, Nr. 64)</p>
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		<title>Berliner Sparkasse: Immobiliennachfrage ungebremst</title>
		<link>http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/berliner-sparkasse-immobiliennachfrage-ungebremst-245111/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 06:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/berliner-sparkasse-immobiliennachfrage-ungebremst-245111/</guid>
		<description><![CDATA[Von Karin Krentz. Die Berliner Sparkasse hat 6 500 Gespr&#228;che, die in den Immobilienberatungscentern des Finanzinstituts gef&#252;hrt wurden, sowie 800 Kaufgesuche ausgewertet. Ein pr&#228;gnantes Ergebnis: Das Interesse vieler Berliner an den eigenen vier W&#228;nden hat auch w&#228;hrend der Wirtschaftskrise nicht nachgelassen.
Vielleicht ist Berlin doch auf die H&#246;he zu schrauben. Die Berliner Sparkasse reichte 2009 11% [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Karin Krentz. <strong>Die Berliner Sparkasse hat 6 500 Gespr&auml;che, die in den Immobilienberatungscentern des Finanzinstituts gef&uuml;hrt wurden, sowie 800 Kaufgesuche ausgewertet. Ein pr&auml;gnantes Ergebnis: Das Interesse vieler Berliner an den eigenen vier W&auml;nden hat auch w&auml;hrend der Wirtschaftskrise nicht nachgelassen</strong>.</p>
<p>Vielleicht ist Berlin doch auf die H&ouml;he zu schrauben. Die Berliner Sparkasse reichte 2009 11% mehr Immobilienkredite aus als in den Jahren zuvor. &bdquo;Kaufpreise und Zinsen liegen weiter auf einem g&uuml;nstigen Niveau&ldquo;, sagt Heinz Helmut M&uuml;ller, Direktor Immobilien bei der Berliner Sparkasse. &bdquo;Mieten und Nebenkosten sind dagegen erheblich gestiegen. Das war h&auml;ufig ausschlaggebend f&uuml;r eine Kaufentscheidung.&ldquo; In jede dritte Immobilienfinanzierung wurden zinsg&uuml;nstige Darlehen der KfW-F&ouml;rderbank einbezogen. <span id="more-5111"></span></p>
<p>Eigentumswohnungen mit durchschnittlich drei bis vier Zimmern und einer Wohnungsgr&ouml;&szlig;e zwischen 85 und 100 Quadratmetern standen im Mittelpunkt des Interesses. K&auml;ufer von Altbauwohnungen legten gro&szlig;en Wert auf energiesparende Modernisierungen. <br />
Der Blick auf den Energieausweis hat dabei die &bdquo;Spreu vom Weizen&ldquo; getrennt. Die K&auml;ufe in Ost- und Westbezirken hielten sich 2009 etwa die Waage. Bei den &bdquo;Lieblings-Kiezen&ldquo; hat sich nichts ver&auml;ndert: Charlottenburg/Wilmersdorf, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Frohnau/Hermsdorf waren die am h&auml;ufigsten gew&auml;hlten Stadtteile. Dabei wurden Quadratmeterpreise von rund 1 350 Euro gezahlt. Junge Paare und Familien mit Kindern bevorzugten die Lagen nord&ouml;stlich und s&uuml;dwestlich von Berlin und dort &uuml;berwiegend neu errichtete Reihenh&auml;user und Doppelhaush&auml;lften. Bei Kaufpreisen von durchschnittlich 150 000 Euro &uuml;berschreiten die monatlichen Finanzierungskosten die zuvor gezahlte Kaltmiete nur geringf&uuml;gig. Mit Beginn des vierten Quartals hat sich auch die Nachfrage nach Mehrfamilienh&auml;usern wiederbelebt. Der Markt ist noch nicht wieder von ausl&auml;ndischen Investoren gepr&auml;gt. Bei Vorsteuerrenditen von rund 7,5% haben sowohl Berliner als auch Investoren aus dem Bundesgebiet zugegriffen.</p>
<p>Das Investitionsaufkommen lag zwischen dem 11- und 13,5fachen der Jahresnettomieten. Das ist f&uuml;r Zinsh&auml;user in gutem Zustand &ndash; zum Teil sogar energetisch modernisiert &ndash; eine vern&uuml;nftige Investition mit nachhaltig attraktiver Rendite. &bdquo;F&uuml;r das Jahr 2010 rechne ich mit &auml;hnlich gro&szlig;em Interesse&ldquo;, prognostiziert M&uuml;ller. Dabei sollten Investitionen in Renditeobjekte eine weitere Belebung erfahren. Wo wohnen die Berliner am Liebsten &ndash; Bevorzugte Standorte f&uuml;r Kauf und Miete Generell sind zurzeit die innerst&auml;dtischen Lagen wie Mitte (insbesondere Region &bdquo;Invalidenstra&szlig;e&ldquo; und &bdquo;Torstra&szlig;e&ldquo; sowie der s&uuml;d&ouml;stliche Bereich an der Grenze nach Kreuzberg) sowie die Lagen nahe den Einkaufsmeilen der City-West (Charlottenburg) gefragt. Dabei wohnen Berliner sowie Neu-Berliner am Liebsten in folgenden Kiezen:</p>
<blockquote>
<p>1. Kiez Spandauer Vorstadt, Kiez Spittelmarkt sowie um den Pappelplatz In diese Lagen ziehen neben Berlinern auch viele Zugereiste aus Westdeutschland. Die Mitte ist wieder hipp, die Preise liegen bei Neubauten und sanierten Altbauten oberhalb von 3 300 Euro bei Wohnungsgr&ouml;&szlig;en von durchschnittlich 120 qm. Spitzenpreise liegen sogar oberhalb von 5 000 Euro/qm. In diese Gebiete ziehen viele Familien, die unmittelbar in der Mitte ihren Arbeitsplatz haben bzw. finden. Ein besonderer Magnet wird die neu errichtete BND-Zentrale an der Chausseestra&szlig;e. Hier entstehen alleine ca. 7 000 neue Arbeitspl&auml;tze. Das sich hier niederlassende Klientel ist einkommensstark und zwischen 30 und 45 Jahre alt. Aufgrund der vorhandenen Grundst&uuml;cksfl&auml;chen entstehen viele Neubauvorhaben in dieser Region, z. B. die Feuerlandh&ouml;fe der TLG Immobilien GmbH. Eine alte Fabrik bietet sich dort f&uuml;r Wohn- oder B&uuml;rolofts an, insgesamt sollen 41 000 qm Mietfl&auml;che auf den 14 700 qm entstehen.</p>
<p>2. Kieze in Friedrichshain wie die Region Simon-Dach-Kiez, Sonntagstra&szlig;e und Machlewskistra&szlig;e Viele junge Familien f&uuml;hlen sich in Prenzlauer Berg nicht mehr wohl. Die Kaufpreise und Mieten sind stark gestiegen. In Prenzlauer Berg (Kiez Kollwitzplatz) konsolidieren die Preise auf hohem Niveau. Vielen zugezogenen jungen Familien mit Kindern ist das mittlerweile einfach zu teuer. Die Gegend ist &uuml;berlaufen, auch durch Touristen und andere Tagesbesucher. Viele Familien weichen nach Friedrichshain &ndash; insbesondere s&uuml;dlich der B1/B5 &ndash; aus. Die Preise sind derzeit deutlich g&uuml;nstiger als in Mitte und Prenzlauer Berg. Der Median bewegt sich bei ca. 2 500 Euro/qm. Spitzenpreise erreichen maximal 3 000 Euro/qm f&uuml;r Neubauten. In Prenzlauer Berg liegen die Preise im Durchschnitt ca. 20% h&ouml;her. Eine Besonderheit stellen die nahe an Friedrichshain gelegene Rummelsburger Bucht bzw. die Halbinsel Stralau (Treptow) dar. Hier entstehen sogenannte Townhouses (Reihenh&auml;user) im hochpreisigen Segment, die gerne von einkommensstarken Familien bezogen werden, die citynah wohnen und trotzdem auf die eigene Immobilie mit Wasserzugang nicht verzichten m&ouml;chten.</p>
<p>3. Kieze im Umfeld der traditionellen Einkaufsmeilen der City West wie Ku&rsquo;damm und Wilmersdorfer Stra&szlig;e in Charlottenburg. Infolge der hohen Nachfrage und des knappen Angebotes steigen die Preise st&auml;ndig. F&uuml;r Neubauten sind kaum verf&uuml;gbare Baul&uuml;cken vorhanden. Insofern konzentriert sich die Nachfrage auf den sanierten Altbau. In diesem Segment steigen die Preise stark. Diese Kieze zeichnen sich durch das Nebeneinander von Massengesch&auml;ft, B&uuml;rgerlich-Solidem und Edlem aus. Das Preisniveau liegt leicht unterhalb des Bezirkes Mitte. In diese Region ziehen auch viele &auml;ltere Berliner und Zugereiste.</p>
<p>4. Kiez Niedersch&ouml;nhausen Ein Geheimtipp unter Berlinern, die sich insbesondere dem Ostteil der Stadt verbunden f&uuml;hlen. In diese Villengegend ziehen Familien mit Kindern mit mittlerem bis gutem Einkommen. Die Kaufpreise f&uuml;r Neubauten liegen in der Regel unterhalb der Marke von 2 000 Euro/qm. Aufgrund der verf&uuml;gbaren Fl&auml;chen entstehen auch diverse Neubauvorhaben. Der Kiez verf&uuml;gt neben einer villenartigen Bebauung samt sch&ouml;nem frisch saniertem Schloss &uuml;ber einen hohen Anteil an Gr&uuml;nfl&auml;chen und ist somit sehr kinderfreundlich. Nachteilig ist allerdings die Entfernung zu den citynahen Bezirken.</p>
<p>5. Redaktioneller Nachtrag &ndash; Neue angesagte Kieze In dem neuen Monitoring Soziale Stadtentwicklung, das die Senatsverwaltung f&uuml;r Stadtentwicklung Anfang des Jahres 2010 vorlegte, sind zehn Aufsteiger&ldquo;Kieze&ldquo; definiert, deren Bewohner ebenfalls zu Kunden der Berliner Sparkasse geh&ouml;ren k&ouml;nnten:</p>
</blockquote>
<p>Hier die Rangfolge:</p>
<ol>
<li>Eldenaer Stra&szlig;e /Alter Schlachthof (Friedrichshain, Prenzlauer Berg)</li>
<li>Kladower Damm (Spandau)</li>
<li>Dorf Wartenberg (Hohensch&ouml;nhausen)</li>
<li>Biesdorf-S&uuml;d (Marzahn)</li>
<li>M&uuml;ggelheim (K&ouml;penick)</li>
<li>Dahlem (Zehlendorf)</li>
<li>Alt-Gatow (Spandau)</li>
<li>Rahnsdorf K&ouml;penick)</li>
<li>Isenburger Weg (Spandau)</li>
<li>J&auml;gerallee (Spandau)</li>
</ol>
<p>Kreuzk&ouml;lln</p>
<p>Die junge hippen Kreativen (die gewiss kein Immobiliencenter der Berliner Sparkasse aufsuchen) mit ihren Wohngemeinschaften, Galerien, Model&auml;den, Werkst&auml;tten, Kneipen etc. haben nach Prenzlauer Berg und Friedrichshain-Kreuzberg f&uuml;r sich eine neue Wohngegend ausgemacht: Kreuzk&ouml;lln, die Schnittstelle zwischen den Bezirken Neuk&ouml;lln und Kreuzberg im S&uuml;den. Dort z. B. an der Sonnenallee gibt es noch wenige sanierte Altbauten, Wohnungs- und Ladenmieten sind noch bezahlbar, kleine Kiezl&auml;den anstatt Schicki-Micki wie um den Hackeschen Markt, angesagte Szene- Kneipen mit entsprechendem Flair, das noch vom Miteinander gepr&auml;gt ist. Schon ist abzusehen, dass auch das nicht lange h&auml;lt. Denn eigenartigerweise sind es gerade die Jungen, die Hippen, die die Mieten in die H&ouml;he treiben, und zwar durch ihr unstetes Leben, den st&auml;ndigen auch Wohnungswechsel. Nun sind Investoren auf ganz schlaue Ideen gekommen, um auch diesen Kiez ihrer betuchten Klientel angemessen zu pr&auml;sentieren und als angesagten Wohnkiez zu bewerben: Die bunten Graffitis und andere k&uuml;nstlerischen &Auml;u&szlig;erungen in und an den H&auml;usern werden sorgsam mitsaniert und &uuml;bernommen und gelten von nun als wichtiges Marketinginstrument.</p>
<p>Auch Kreuzk&ouml;lln wird das Schicksal ereilen &ndash; die Umwandlung der ehemaligen Arbeiterviertel in teure Szeneviertel, die vom sogenannten Bildungsb&uuml;rgertum besiedelt werden, die sich die Mieten und Preise der edel sanierten Altbauten dann leisten k&ouml;nnen ebenso wie die Preise der Bio- oder Feinkostl&auml;den. Noch ist das Bildungsb&uuml;rgertum (das gewiss zu Kunden in den Immobiliencentern der Berliner Sparkasse z&auml;hlt) aus ganz Deutschland voll dabei, sich auf dem Areal des Alten Schlachthofs in seinen Townhouses gem&uuml;tlich einzurichten und weiter daf&uuml;r zu sorgen, dass dieser heruntergekommene Kiez zum gegenw&auml;rtig Angesagtesten geh&ouml;rt, was Berlin zu bieten hat. Wie hei&szlig;t es &uuml;brigens? Die Karawane zieht weiter &hellip; (Gi24/DIB Berlin, Nr. 24)</p>
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		<title>Shopping-Center sind die Konsequenz marktwirtschaftlicher Ver&#228;nderungen</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 07:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ruth Vierbuchen. Als Architekt hat sich Walter Brune einen Namen gemacht. Bereits in den 1950er- Jahren baute er f&#252;r Karstadt 20 Warenh&#228;user.
Mit den innerst&#228;dtischen Einkaufspassagen K&#246;-Galerie (Foto) und den Schadow-Arkaden setzte er in D&#252;sseldorf in den 1980er-Jahren einen neuen Trend. Mit der Entwicklung des Rhein-Ruhr-Zentrums in M&#252;lheim folgte er 1969/70 dem US-Trend, gro&#223;fl&#228;chige Shopping-Center [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img style="width: 200px; height: 144px" hspace="4" alt="Shopping-Center sind die Konsequenz marktwirtschaftlicher Ver&auml;nderungen " vspace="2" align="left" width="200" height="121" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/hir-62-shopping-center.jpg" />Von Ruth Vierbuchen</em>. <strong>Als Architekt hat sich Walter Brune einen Namen gemacht. Bereits in den 1950er- Jahren baute er f&uuml;r Karstadt 20 Warenh&auml;user</strong>.</p>
<p>Mit den innerst&auml;dtischen Einkaufspassagen K&ouml;-Galerie (Foto) und den Schadow-Arkaden setzte er in D&uuml;sseldorf in den 1980er-Jahren einen neuen Trend. Mit der Entwicklung des Rhein-Ruhr-Zentrums in M&uuml;lheim folgte er 1969/70 dem US-Trend, gro&szlig;fl&auml;chige Shopping-Center am Stadtrand zu entwickeln und bekennt heute mit 83 Jahren in der FTD: &bdquo;Ich habe das vor 40 Jahren auch mitgemacht. Aber damals waren wir ahnungslos, was die Folgen angeht.&ldquo; In seinen B&uuml;chern &bdquo;Angriff auf die City&ldquo; und &bdquo;CentrO Oberhausen &ndash; Die verschobene Stadtmitte&ldquo; geh&ouml;rt er heute zur gro&szlig;en Schar der Shopping-Center-Kritiker: Was mit den St&auml;dten heute gemacht werde, k&ouml;nne er nicht mit ansehen, sagt er und will das im Rahmen seiner M&ouml;glichkeiten in Ordnung bringen. Doch das Thema &bdquo;gro&szlig;fl&auml;chige Einzelhandelsimmobilien&ldquo; ist wirtschaftlich sehr viel komplexer, als ihre Kritiker das vielfach erkennen k&ouml;nnen. Der Konflikt zwischen &bdquo;innerst&auml;dtischem Einzelhandel&ldquo; und &bdquo;Gr&uuml;ner Wiese&ldquo; schwelt schon seit Jahrzehnten &ndash; lange vor dem Shopping-Center-Boom in Deutschland &#8211; und begann mit der Ansiedlung der ersten gro&szlig;fl&auml;chigen SB-Warenh&auml;user in der 1970/80er-Jahren. <span id="more-5078"></span></p>
<p>Diese Neuentwicklung mit gro&szlig;em Lebensmittelangebot, Elektrofachabteilung, Drogerie- Artikel, Heimwerker-Artikeln und vielen kostenlosen Parkpl&auml;tzen f&uuml;r den bequemen Einkauf per Pkw auf der &bdquo;Gr&uuml;nen Wiese&ldquo; f&uuml;hrte auch innerhalb des Einzelhandels zur Zerrei&szlig;probe und zum Zerfall in verschiedene Lager, die erbittert miteinander stritten. Handelsimmobilien haben nicht nur eine architektonische Seite Im Bundesverband der SB-Warenh&auml;user (BDSW) formierten sich die Fachmarkt- Betreiber auf der &bdquo;Gr&uuml;nen Wiese&ldquo;, die sich f&uuml;r die liberale Ansiedlung gro&szlig;fl&auml;chiger Verkaufsfl&auml;chen am Stadtrand einsetzten und f&uuml;r liberale &Ouml;ffnungszeiten pl&auml;dierten, denn damals durften Gesch&auml;fte werktags nur bis 18.30 Uhr und samstags nur bis 14 Uhr &ouml;ffnen.</p>
<p>Wie sehr der innerst&auml;dtische Einzelhandel, vornehmlich vertreten durch den HDE (Hauptverband des Deutschen Einzelhandels) und die BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Gro&szlig;betriebe des Einzelhandels), dieser Entwicklung entgegenwirkte, konnte 1986 an der Novelle des &sect; 11,3 Bau- Nutzungsverordnung (BauNVO) abgelesen werden, wonach die Kommunen die Ansiedlung von Verkaufsfl&auml;chen mit mehr als 1 200 qm Geschossfl&auml;che (= 700 qm Verkaufsfl&auml;che) am Stadtrand oder in Stadtteilen verbieten konnten. Die Ansiedlung neuer Fl&auml;chen auf der &bdquo;Gr&uuml;nen Wiese&ldquo; war damit fast unm&ouml;glich. Doch der gro&szlig;fl&auml;chige Einzelhandel war nichts anderes als die Konsequenz aus einem stetig wachsenden Konsumg&uuml;terangebot einer wachsenden, globalisierten Konsumg&uuml;terindustrie, die sich um die begehrten Pl&auml;tze in den Verkaufsregalen des Einzelhandels einen erbitterten Kampf liefert. Er war &#8211; simpel gesagt &#8211; der Ausdruck der Marktwirtschaft, in der sich ein wachsendes Angebot aus immer mehr neuen, innovativen Produkten seinen ad&auml;quaten Absatzkanal sucht.</p>
<p>Am deutlichsten lie&szlig; sich der Strukturwandel an den innerst&auml;dtischen Warenh&auml;usern mit ihrem &bdquo;Alles-unter-einem-Dach-Konzept&ldquo; ablesen, die in den 1980er-Jahren selbst mit ihrem immensen Fl&auml;chenangebot nicht mehr in der Lage waren, die in Tiefe und Breite wachsenden Sortimente aufzunehmen und sich deshalb auf Schwerpunktsortimente wie Mode/Bekleidung, Accessoires, Heimtextilien und Haushaltswaren konzentrierten. F&uuml;r die mit den Sortimenten wachsenden Fachm&auml;rkte gab es in den kleinteiligen Innenst&auml;dten jedoch keinen Platz. Das verdeutlich die zwei Seiten der Handelsimmobilie: Eine architektonische f&uuml;r die harmonisch gestalteten Innenst&auml;dte und eine wirtschaftliche als Verkaufsmaschine f&uuml;r den Einzelhandel, wie Andr&eacute; Langmann, Vorstandschef der GRR AG es nennt.</p>
<p>So wie der Einzelhandel f&uuml;r die zahlreichen Markenhersteller das ber&uuml;hmte Nadel&ouml;hr darstellt, wenn sie ihre Produkte los werden wollen, so sind die meist kleinteiligen Handelsimmobilien in den Innenst&auml;dten das ber&uuml;hmte Nadel&ouml;hr f&uuml;r den Einzelhandel, das eine Ansiedlung bestimmter zugkr&auml;ftiger Branchen mit gro&szlig;en Sortimenten wie Elektrofachm&auml;rkte verhindert. Das belegen auch die Marktberichte vieler Maklerunternehmen, die in diversen Innenst&auml;dten immer wieder das Fehlen gr&ouml;&szlig;erer Verkaufsfl&auml;chen beklagen. Dem stehen innerst&auml;dtische Immobilieneigent&uuml;mer gegen&uuml;ber, die ihr prim&auml;res Ziel &ndash; verst&auml;ndlicherweise &#8211; darin sehen, ihre Gesch&auml;fte an den meistbietenden renditestarken Mieter zu vermieten. Key Money eingeschlossen.</p>
<p>Das sind meist Modefilialisten. Dabei profitieren die Eigent&uuml;mer von den festgef&uuml;gten Strukturen und dem Mangel an modernen Verkaufsfl&auml;chen. Doch da der &ndash; ziemlich abgegriffene &ndash; Spruch &bdquo;Handel ist Wandel&ldquo; nicht nur im sprichw&ouml;rtlichen Sinne gilt, sondern st&auml;ndig gelebte Realit&auml;t ist, gilt der strukturelle Druck zum Wandel auch f&uuml;r die Handelsimmobilie. Seit die Aktionen der St&auml;dte und des innerst&auml;dtischen Einzelhandels zur Belebung der Cities Fr&uuml;chte tragen und die Konsumenten seit Mitte der 1990er-Jahre wieder verst&auml;rkt in die Stadtzentren str&ouml;men, entsteht somit auch der Druck, die gesamte Sortimentsvielfalt in Breite und Tiefe hier anzusiedeln.</p>
<p><strong>Verantwortung liegt bei den Immobilieneigent&uuml;mern </strong></p>
<p>Und bei begrenztem Fl&auml;chenangebot und kleinteiligen L&auml;den entsteht der entsprechende Druck, den notwendigen Raum f&uuml;r Fachm&auml;rkte zu schaffen. Insofern tragen intelligent in die Innenstadt integrierte Shopping-Center zur notwendigen Verdichtung der Verkaufsfl&auml;che in den 1A-Lagen bei. Sie sind nichts anderes als die Konsequenz marktwirtschaftlicher Ver&auml;nderungen und die Reaktion auf Einkaufsstra&szlig;en, in denen jeder nur an den meistbietenden vermietet und so monotone Strukturen aus den immer wieder gleichen Branchen &#8211; Bekleidung, Schuhe, Parf&uuml;merien, Schmuck &ndash; entstehen, ohne Lebensmittel, B&auml;ckereien und Gastronomie. Shopping-Center mit abgerundetem Branchenmix, die den Konsumenten wieder das komplette Innenstadt-Programm bieten, sind die logische Konsequenz dieser Entwicklung.</p>
<p>Die Konsumenten stimmen bekanntlich immer mit den F&uuml;&szlig;en ab. Es liegt nun an den Immobilieneigent&uuml;mern in innerst&auml;dtischen Einkaufsstra&szlig;en, den Shopping-Centern mit intelligenten L&ouml;sungen Paroli zu bieten. Das ist die ad&auml;quate Reaktion in einer Marktwirtschaft. Dass der 83-j&auml;hrige Brune heute kritisch auf die Shopping-Center-Welt blickt, der 100 Jahre alte ECE-Gr&uuml;nder Werner Otto sich dagegen auf die Fahne schreibt, Shopping-Center nach Deutschland gebracht zu haben, ist leicht zu erkl&auml;ren. Brune ist Architekt, Otto als Gr&uuml;nder des gleichnamigen Otto Versands ist Einzelh&auml;ndler, der den Verkaufsdruck in der Konsumg&uuml;terindustrie zur Gen&uuml;ge kennt. Am Altersunterschied liegt es dagegen wohl eher nicht. (Gi24/HIR, Nr. 62)</p>
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		<title>Renditen von Factory Outlet Center toppen die Werte bei Shopping-Centern</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 06:39:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ruth Vierbuchen. Beim Thema &#8222;Factory Outlet Center&#8220; (FOC) macht sich bei deutschen Modeherstellern erst einmal Zur&#252;ckhaltung breit.
Denn der hiesige Einzelhandel f&#252;rchtet im dicht besiedelten Deutschland die Konkurrenz dieser &#8222;Fabrikverkaufsstellen&#8220; und hat sich bislang massiv gegen die Ansiedlung zur Wehr gesetzt. Entsprechend gro&#223; ist die Angst der Hersteller, vom Einzelhandel ausgelistet zu werden, wenn sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img hspace="4" alt="Renditen von Factory Outlet Center toppen die Werte bei Shopping-Centern " vspace="2" align="left" width="200" height="127" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/61-2.jpg" />Von Ruth Vierbuchen</em>. <strong>Beim Thema &bdquo;Factory Outlet Center&ldquo; (FOC) macht sich bei deutschen Modeherstellern erst einmal Zur&uuml;ckhaltung breit</strong>.</p>
<p>Denn der hiesige Einzelhandel f&uuml;rchtet im dicht besiedelten Deutschland die Konkurrenz dieser &bdquo;Fabrikverkaufsstellen&ldquo; und hat sich bislang massiv gegen die Ansiedlung zur Wehr gesetzt. Entsprechend gro&szlig; ist die Angst der Hersteller, vom Einzelhandel ausgelistet zu werden, wenn sie in ein FOC einziehen. Auch die restriktive Genehmigungspraxis in Deutschland spiegelt diesen Konflikt. Gleichwohl gibt es die stillschweigend tolerierten Abverkaufsstellen im Umfeld der Produktionsstandorte der Hersteller in recht gro&szlig;er Zahl. Denn die Produktion der Mode ist nicht punktgenau am Bedarf zu steuern, so dass &uuml;bersch&uuml;ssige Ware, die der Handel nicht abnimmt, oder Musterkollektionen, anderweitig verkauft werden m&uuml;ssen. Das ist vom Einzelhandel mehr oder weniger tolerierte Praxis. <span id="more-5065"></span></p>
<p>Gleichwohl gibt es im Umfeld des bekanntesten Fabrikverkaufszentrums, um den Produktionsstandort von Hugo Boss, keinen H&auml;ndler, der Hugo Boss-Mode im Sortiment f&uuml;hrt. Anders wird die Lage bei den bekannten organisierten Factory Outlet Center (FOC) gesehen, bei denen die Markenhersteller in gro&szlig;er Zahl ihre Gesch&auml;fte &ndash; &auml;hnlich einem Shopping -Center &ndash; einrichten. Hier ist auf Grund der gro&szlig;en Anbieterzahl die Sogwirkung auf Kunden und Kaufkraft deutlich gr&ouml;&szlig;er &#8211; und auch die Angst der Einzelh&auml;ndler vor der Konkurrenz. Nach Sch&auml;tzung von Aberdeen Research kommen Kunden aus einem Radius von 90 Fahrminuten in ein solches Center. Zum Vergleich: Beim Shopping-Center liegt das Einzugsgebiet im Radius von 15 bis 45 Fahrminuten. Innerhalb Europas ist die Ausbreitung der FOC sehr unterschiedlich. Sie reicht von 41 in Gro&szlig;britannien bis ins schwach besetzte Skandinavien.</p>
<p>Auch Deutschland rangiert mit seinen bisher 6 realisierten FOC im unteren Bereich &#8211; bedingt durch die restriktive Genehmigungspraxis. Claudia Wenzel, Autorin des &bdquo;Immobilien Fokus&ldquo; von Aberdeen sch&auml;tzt jedoch, dass sich die Genehmigungspraxis lockern k&ouml;nnte, nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts zugunsten der Kommune Ochtrup, wonach die Vorschriften des Landesentwicklungsprogramms NRW (Lepro), die eine Ansiedlung von FOC in kleineren St&auml;dten beschr&auml;nkt, verfassungswidrig ist. Jedenfalls konzediert Aberdeen Research Deutschland noch einen erheblichen Nachholbedarf. &bdquo;Gerade bei der Preisbildung der Konsumenten erf&auml;hrt der Objekttyp FOC eine sehr hohe Wertsch&auml;tzung &ndash; bei gleichwohl reduziertem Angebot in Europa&ldquo;, konstatiert Thomas Beyerle, Head of Global Research bei der Aberdeen Immobilien Kapitalanlagegesellschaft: &bdquo;Das lockt nat&uuml;rlich Investoren an, aus zweierlei Gr&uuml;nden: Erweiterung der Investitionspalette im Segment Retail und strukturell h&ouml;here Renditen.&ldquo;</p>
<p>Demnach liegen die Bruttoanfangsrenditen f&uuml;r Prime-Shopping -Center in einem Korridor von 5 &ndash; 6%, bei Factory-Outlet-Center liegen sie zwischen 6 und 7%. Bei seiner Analyse bezieht sich Aberdeen Research auf Italien, das in diesem Segment in den vergangenen Jahren am st&auml;rksten gewachsen ist und inzwischen 24 Outlet Malls zu bieten hat. Die Forscher sehen derzeit aber eine Trendwende in Italien, sodass das Renditeniveau bei Shopping-Center stark gestiegen ist. Allerdings sind auch die Renditen bei FOC auf stabilem Niveau geblieben. In Italien kommen die Center mit ihrem mittleren bis gehobenen Markenangebot zu g&uuml;nstigen Preisen dem hohen Markenbewusstsein der Italiener entgegen. Denn obwohl die Einzelhandelsums&auml;tze gesunken sind, erzielten die FOC laut Aberdeeen Research teilweise deutliche Erl&ouml;ssteigerungen. In Deutschland wird dieses Marktsegment, so sch&auml;tzen die Forscher, trotz des Nachholbedarfs aber auch auf absehbare Zeit noch ein Schattendasein f&uuml;hren. (Gi24/HIR, Nr. 61)</p>
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		<title>Es gibt ein Leben mit und nach dem Warenhaus</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 06:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Sabine Richter. Karstadt, Hertie, Sinn-Leffers, Woolworth, Pohland, Wehmeyer&#8230; Die Liste der Warenh&#228;user und traditionellen Bekleidungskaufh&#228;user, die 2008 und 2009 Insolvenz anmelden mussten, ist lang.
Hertie wurde im Zuge der Insolvenz liquidiert, bei Karstadt werden im Zuge des Insolvenzplanverfahrens etwa 10 H&#228;user geschlossen und bei den Textilkaufh&#228;usern wurden zahlreiche Filialen aufgegeben. F&#252;r diese innerst&#228;dtischen Lagen gilt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img hspace="4" alt="Es gibt ein Leben mit und nach dem Warenhaus " vspace="2" align="left" width="200" height="139" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/61-1.jpg" />Von Sabine Richter</em>. <strong>Karstadt, Hertie, Sinn-Leffers, Woolworth, Pohland, Wehmeyer&#8230; Die Liste der Warenh&auml;user und traditionellen Bekleidungskaufh&auml;user, die 2008 und 2009 Insolvenz anmelden mussten, ist lang</strong>.</p>
<p>Hertie wurde im Zuge der Insolvenz liquidiert, bei Karstadt werden im Zuge des Insolvenzplanverfahrens etwa 10 H&auml;user geschlossen und bei den Textilkaufh&auml;usern wurden zahlreiche Filialen aufgegeben. F&uuml;r diese innerst&auml;dtischen Lagen gilt es neue Nutzungen zu finden. Die Zahl der gro&szlig;fl&auml;chigen Immobilien in zentralen Lagen, f&uuml;r die Nachnutzungen gesucht werden m&uuml;ssen, beziffert die GMA (Gesellschaft f&uuml;r Markt- und Absatzforschung) mit einigen Hundert. Ansonsten drohen eine Reihe von Kollateralsch&auml;den &#8211; der Wegfall innerst&auml;dtischer Anziehungspunkte und Frequenzbringer, bis hin zur Ver&ouml;dung von Innenstadt und Stadtteillagen. Wie kann das Leben nach Hertie und der Schlie&szlig;ung zahlreicher Kauf- und Warenh&auml;user in den Innenstadtlagen aussehen? <span id="more-5064"></span></p>
<p>Wie k&ouml;nnen Fl&auml;chen k&uuml;nftig genutzt werden, welche Konzepte d&uuml;rften nachhaltig tragf&auml;hig sein, um die Anziehungskraft f&uuml;r die Innenstadt wieder herzustellen? Wo liegen die Probleme und Hindernisse? Das waren die Themen des Forums Einzelhandelsentwicklung, zu dem die GMA und Taylor Wessing anl&auml;sslich der Er&ouml;ffnung der neuen GMA-Niederlassung in Hamburg geladen hatten. 150 Experten aus Stadtplanung, Wirtschaftsf&ouml;rderung, Handelskammer, Einzelhandel sowie Investoren waren eingeladen, um das Thema ressort&uuml;bergreifend zu diskutieren. Die Probleme und Hindernisse aus immobilienrechtlicher Sicht wurden von den Taylor-Wessing-Rechtsanw&auml;lten Andrea Hermani und Alexander Peinze dargestellt. Hohe Buchwerte und Preisvorstellungen als Hemmnis Inzwischen sei allen Beteiligten klar geworden, dass Einzelhandel, Immobilienwirtschaft und Kommunen gemeinsam an L&ouml;sungen arbeiten m&uuml;ssten, um ein f&uuml;r die Stadtentwicklung so bedeutsames Problem in den Griff zu bekommen, stellt Raimund Ellrott, Leiter des GMA-B&uuml;ros Hamburg, fest.</p>
<p>Das zeigte sich aber bereits nach den medienwirksamen Aktionen der von der Hertie-Insolvenz betroffenen B&uuml;rgermeister 2008 und 2009, die gehofft hatten, den britischen Immobilieneigent&uuml;mer Dawnay, Day noch zu Mietsenkungen bewegen zu k&ouml;nnen, um Hertie zu retten. Bekanntlich aber ohne Erfolg. F&uuml;r Ellrott ist aber auch klar, dass die Neu- und Umstrukturierung leer stehender Warenhausimmobilien alle Beteiligten, von Projektentwicklern, &uuml;ber Investoren, Einzelh&auml;ndler und Kommunen bis hin zu Gutachtern und Anw&auml;lten noch lange besch&auml;ftigen werde. Von den 64 Hertie- H&auml;usern, die Dawnay, Day geh&ouml;ren, sind bislang erst 14 verkauft, einige wenige konnten vermietet werden. Dass das klassische Warenhaus kein Erfolgskonzept mehr ist, ist seit Mitte der 1970er Jahre offensichtlich. Von da an ging es praktisch durchgehend bergab. Der Marktanteil sank von 13% in den 1960er-Jahren auf 3% (2008). Im Jahr 2000 gab es noch 330 Warenh&auml;user, 2009 nur noch 225. Floss 1970 noch jede 7. Mark ins Warenhaus, so ist es derzeit nur noch jeder 30. Euro. Die Beispiele Kaufhof in Deutschland, Selfridges (Foto: Oxford Street) in Gro&szlig;britannien, Sak&rsquo;s Fifth Avenue oder Nieman Marcus in den USA sowie die Karstadt -Weltstadt-H&auml;user KaDeWe oder Alsterhaus zeigen, dass es Erfolgsrezepte gibt. Und im Segment Bekleidungskaufhaus steht P &amp; C f&uuml;r eine erfolgreiche Strategie.</p>
<p>Mit Blick auf die Standortqualit&auml;t der Filialen ist die Ausgangslage aber sehr unterschiedlich. Bei den Hertie-Standorten sind &uuml;ber 40% in St&auml;dten mit weniger als 50 000 Einwohnern und rund 25% in Stadtteillagen angesiedelt. Diese Filialen bereiten den Warenhaus-Konzernen schon seit Jahren Probleme, da sich bei den kleinen Fl&auml;chen immer die Frage nach dem richtigen Sortiment f&uuml;r den jeweiligen Standort stellt. Doch unabh&auml;ngig von Standort und Gr&ouml;&szlig;e liegen die Probleme f&uuml;r eine schnelle Nachnutzung vielfach in zu hohen Buchwerten und Kaufpreisvorstellungen, Unsicherheiten bei Verf&uuml;gbarkeit und Eigent&uuml;merstruktur, Engp&auml;ssen bei der Finanzierung und rechtlichen Fragen, auch bez&uuml;glich des Insolvenzrechts. Wirtschaftlich nachhaltige L&ouml;sungsans&auml;tze m&uuml;ssten stets projektspezifisch auf Basis der standort-, markt-, potenzial- und insbesondere objektseitigen Rahmenbedingungen und Gegebenheiten eruiert werden, so Ellrott.</p>
<p>Diese Einsch&auml;tzung teilen auch die M&uuml;nchener BBE Handelsberatung sowie die GfK Geomarketing. Dabei scheinen als Grobraster verschiedene Varianten denkbar: F&uuml;r Immobilien in attraktiven Innenstadtlagen mit 2 500 bis 3 000 qm Verkaufsfl&auml;che auf zwei bis drei Etagen bietet sich laut Ellrott eine Nachnutzung durch einen Ankermieter an, ein SB-Warenhaus, Textilkaufhaus oder Elektronikfachmarkt. Als m&ouml;gliche Betreiber kommen Kaufland, die schon einige Standorte &uuml;bernommen haben, Rewe, H &amp; M, P &amp; C, Saturn oder The Sting infrage.</p>
<p><strong>Umbau zum Shopping-Center gilt oft als K&ouml;nigsweg</strong></p>
<p>F&uuml;r eine Immobilie in Mittelst&auml;dten (50 000 bis 70 000 Einwohnern) und Stadtteillagen mit mindestens 1 500 qm Verkaufsfl&auml;che im Erdgeschoss, bietet sich die Nachnutzung durch mehrere Handelsanbieter an, z. B. ein Ankermieter mit erg&auml;nzenden Handels- und Dienstleistungsnutzungen. Als erfolgreiches Beispiel f&uuml;r diese Version dient laut GMA die im Fr&uuml;hjahr 2009 er&ouml;ffnete Stadthausgalerie Andernach. M&ouml;glich w&auml;re auch eine Teilung der Fl&auml;chen f&uuml;r mehrere Gro&szlig;mieter wie Saturn, C&amp;A oder H &amp; M, die in kleineren St&auml;dten auch mit kleineren Konzepten auf etwa 800 qm an den Markt gehen. Diese Entwicklung zum Gesch&auml;ftshaus verfolgt z.B. der Projektentwickler Development Partner aus D&uuml;sseldorf bei zwei ehemaligen Hertie- Warenh&auml;usern in M&uuml;nchen.</p>
<p>Die Umstrukturierung zu einem Einkaufszentrum mit einem Mix aus klein-, mittelund gro&szlig;fl&auml;chigen Anbietern unterschiedlicher Branchen und Bedarfsstufen wird h&auml;ufig als &bdquo;K&ouml;nigsweg&ldquo; f&uuml;r die Zukunft der Warenh&auml;user genannt &#8211; und auch von den gro&szlig;en Shopping-Center-Spezialisten gepr&uuml;ft. Geeignet sind aber nur Standorte mit 10 000 bis 12 000 qm. Die Hertie-Filialen haben meist nur &uuml;ber 8 000 qm. Hier liegt die L&ouml;sung aus Sicht der Experten in Abriss, Neubau und Hinzunahme weiterer Grundst&uuml;cke. Als gelungenes Beispiel gilt das Einkaufszentrum Mercado in Hamburg-Altona, ein ehemaliger Hertie-Standort der mit zus&auml;tzlichen Fl&auml;chen auf 24 000 qm erweitert wurde. Auch der City Point Kassel (ehemals Hertie plus Nachbarfl&auml;chen) und das Einkaufszentrum Hamburg-Bramfeld (ehemaliges Warenhausgrundst&uuml;ck plus Nachbarfl&auml;chen) sind erfolgreiche Beispiele.</p>
<p><strong>Die Umgestaltung in Wohnungen ist selten m&ouml;glich</strong></p>
<p>Grunds&auml;tzlich problematisch ist die Mietersuche f&uuml;r die 2. und 3. Etagen. Hier schlie&szlig;t sich Ellrott etwa auch der Einsch&auml;tzung von CB Richard Ellis an. Es bieten sich Nutzungen als B&uuml;ros, Freizeitangebote und Fitness, Praxen und &ouml;ffentliche Einrichtungen an, wof&uuml;r die Kommunen in die Pflicht genommen werden m&uuml;ssten. Wohnnutzungen kommen aus baulichen Gr&uuml;nden meist nicht in Frage. Eine weitere Variante sind einzelhandelsfremde Nachnutzungen als B&uuml;ros, Gesundheits- Angebote, Fitness und Wohnungen, wo es m&ouml;glich ist &#8211; meist in Mischnutzung. Hier h&auml;ngt der Erfolg des Konzepts von der Marktsituation bei den Nachnutzungsformen und der Eignung bzw. Verwertbarkeit der Fl&auml;chen ab (Etagengrundrisse, St&uuml;tzenraster, Lichtverh&auml;ltnisse, Erschlie&szlig;ung).</p>
<p>Eine v&ouml;llig handelsfremde Nachnutzung ist bez&uuml;glich Wirtschaftlichkeit und als Frequenzbringer jedoch die &bdquo;letzte L&ouml;sung&ldquo;, vorzuziehen ist eine Mischnutzung mit Einzelhandel. Als erfolgreiche Beispiele gelten das Gertrudis-Center in Bochum- Wattenscheid, ehemals Kaufhaus Rupprecht, und das Kleist Forum, ehemals Horten-Hamm, mit Fachhochschule, &ouml;ffentlicher Bibliothek, Volkshochschule. Das kurz vor der Fertigstellung stehende Projekt w&auml;re allerdings ohne &ouml;ffentliche Mittel nicht zu realisieren gewesen. Auch eine Reihe individueller L&ouml;sungen sind denkbar, wie Beispiele belegen. Aus einem ehemaligen Baumarkt in Herford wurde eine Diskothek, aus einem Herforder C &amp; A-Haus ein Fitnesscenter.</p>
<p>Eine aktuelle, spannende und vielleicht wegweisende Projektplanung ist das erste deutsche innerst&auml;dtische Ikea-Haus in Hamburg-Altona. Fr&uuml;her einmal eine Karstadt-Filiale innerhalb einer traditionsreichen Einkaufsstra&szlig;e, jetzt zusammen mit der ganzen Lage ein heruntergekommener h&auml;sslicher Betonklotz, der von K&uuml;nstlern zwischengenutzt wird. Ikea ist hier Schl&uuml;sselprojekt und Magnet f&uuml;r die Revitalisierung eines ganzen Viertels. Allerdings gibt es heftigen Gegenwind aus Teilen der Bev&ouml;lkerung, die sich am gestiegenen Verkehrsaufkommen st&ouml;ren. (Gi24/HIR, Nr. 61)</p>
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		<title>Arcandor dominiert 2009 den Strukturwandel im Einzelhandel</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 06:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ruth Vierbuchen. Mit einem erwarteten Umsatzr&#252;ckgang von nominal 2% f&#252;r 2009 steht der deutsche Einzelhandel noch gut da: Im verarbeitenden Gewerbe gingen die Erl&#246;se bis Ende September um 19,3% zur&#252;ck.
Tr&#246;stlich ist allein die Tatsache, dass sich der R&#252;ckgang im September mit -13,6% verlangsamt hat. Und auch der Maschinenbau kann sich freuen, dass die Ums&#228;tze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img hspace="4" alt="Arcandor dominiert 2009 den Strukturwandel im Einzelhandel " vspace="2" align="left" width="200" height="132" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/arcandor-12.jpg" />Von Ruth Vierbuchen</em>. <strong>Mit einem erwarteten Umsatzr&uuml;ckgang von nominal 2% f&uuml;r 2009 steht der deutsche Einzelhandel noch gut da: Im verarbeitenden Gewerbe gingen die Erl&ouml;se bis Ende September um 19,3% zur&uuml;ck</strong>.</p>
<p>Tr&ouml;stlich ist allein die Tatsache, dass sich der R&uuml;ckgang im September mit -13,6% verlangsamt hat. Und auch der Maschinenbau kann sich freuen, dass die Ums&auml;tze im September mit 23,3% weniger stark gesunken sind als noch im Juli und August mit -32%. Einen &auml;hnlich hohen Umsatzr&uuml;ckgang wie 2009 verzeichnete der Einzelhandel zuletzt im Krisenjahr 2002 mit einem Minus von nominal -1,8%, bis dato der niedrigste Wert seit 1995. Der deutsche Einzelhandel hat zweifellos schon seit langem den Boden gefunden. Dennoch hinterl&auml;sst die Krise verheerende Spuren im deutschen Einzelhandel und in Deutschlands Innenst&auml;dten wie die Insolvenzen von Sinn Leffers, Wehmeyer, Woolworth, Quelle, Pohland oder Hertie zeigen. Und mit Arcandor entf&auml;llt auch der gr&ouml;&szlig;te Insolvenzfall Deutschlands auf den Einzelhandel. <span id="more-5063"></span></p>
<p>Doch auch wenn der Strukturwandel gerade die Warenh&auml;user, den Universalversand und die traditionellen Bekleidungskaufh&auml;user seit Jahren vor erhebliche Herausforderungen stellt, so bleibt bei der Bewertung der Entwicklung doch festzuhalten, dass es sich hier im Wesentlichen um die Krise eines Konzerns handelt &ndash; wenn man von Pohland und Woolworth einmal absieht. Denn nach Jahren verfehlter Unternehmensstrategie im ehemaligen Karstadt-Quelle-Konzern half auch der von Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff seit 2005 vollzogene Verkauf der Einzelteile wie der kleinen Karstadt-Kompakt- H&auml;user (zuletzt Hertie), Wehmeyer und Sinn Leffers nichts mehr, die Vers&auml;umnisse und Fehlentscheidungen zu korrigieren. Die aufgeschobene Insolvenz des Gesamt-Konzerns konnte unter dem Einfluss der Krise nicht mehr verhindert werden. Schon im Herbst 2004, als Karstadt-Quelle in einer dramatischen Rettungsaktion mit Hilfe von massiven Kapitalerh&ouml;hungen gerettet werden musste, war das Unternehmen angez&auml;hlt und Middelhoff hat mit seinen Verkaufsaktionen vor allem Zeit gewonnen.</p>
<p>Eine Weltwirtschaftskrise dieses Ausma&szlig;es ist dann der letzte Tropfen, der das Fass zum &Uuml;berlaufen bringt. Vor allem dann, wenn sich die Gro&szlig;aktion&auml;rin Madeleine Schickedanz bereits vorher finanziell verausgabt und sich die Privatbank Sal. Oppenheim verspekuliert hatte &ndash; und kein Geld mehr in die Rettung des Arcandor- Konzerns stecken wollten oder konnten. In den einzelnen Insolvenzverfahren musste Vers&auml;umtes nachgeholt werden. Ein Teil der Sinn Leffers-Bekleidungskette konnte durch ein Insolvenzplanverfahren entschuldet und als Ganzes im Fr&uuml;hjahr 2009 gerettet werden. Damit ist der Sturm zwar abgezogen, wie Peter Z&uuml;hlsdorff, Gesellschafter der Sinn Leffers GmbH, im April feststellte, doch gilt es nach jahrelangen Fehlern Sinn-Leffers ein sch&auml;rferes Profil zu geben. Doch das Beispiel Peek &amp; Cloppenburg zeigt, dass traditionelle Textilkaufh&auml;user erfolgreich sein k&ouml;nnen. Auch C &amp; A hat nach einer langen Durststrecke Ende der 1990er-Jahre erfolgreich den Turnaround geschafft. Von den 47 Sinn-Leffers-Filialen wurden 24 gerettet.</p>
<p>F&uuml;r die restlichen m&uuml;ssen nun Nachmieter oder Nachnutzungskonzepte gefunden werden. Das ist keine leichte Aufgabe, da die unrentabelsten Standorte aussortiert worden waren, oder solche, bei denen die Vermieter nicht zu Mietsenkungen bereit waren. Wegen zu hoher Mieten hatte der Vorstand eine &Uuml;berschuldung bef&uuml;rchtet und Insolvenz angemeldet. F&uuml;r die insolvente Bekleidungskette Wehmeyer, die 1994 durch &Uuml;bernahme der alten Hertie aus Frankfurt Bestandteil des Karstadt-Konzerns geworden war, fand Insolvenzverwalter Frank Kebekus in dem indischen Unternehmer Rajive Ranjan einen neuen Eigent&uuml;mer mit Branchen-Know-how. Der sieht f&uuml;r Wehmeyer mit noch 23 der zuvor 39 Standorte gute Chancen in Kleinst&auml;dten, wo Mono-Marken-Shops fehlen. Diese L&uuml;cke soll Wehmeyer nun schlie&szlig;en. F&uuml;r die ehemaligen Karstadt Kompakt-Warenh&auml;usern (Hertie), die Middelhoff 2005 an den britischen Investor Dawnay, Day verkaufte, bem&uuml;hte sich Insolvenzverwalter Biner B&auml;hr bekanntlich ein Jahr lang vergeblich um eine tragf&auml;hige Zukunft. Dawnay, Day war bei der Miete nicht zu Konzessionen bereit und glaubte bis zuletzt, dass die innerst&auml;dtischen Objekte zu hohen Preisen K&auml;ufer finden w&uuml;rden.</p>
<p>Seit Schlie&szlig;ung der Filialen im Sommer wissen es die Briten besser. Erst 14 bis 15 ihrer 64 Immobilien sind verkauft. Einige sind vermietet. Wie die Investitionsstrategie der Briten auf dem deutschen Immobilienmarkt einzusch&auml;tzen ist, l&auml;sst sich an der Tatsache ablesen, dass sie f&uuml;r den Gesch&auml;ftsbetrieb von Hertie nur 1 Euro gezahlt haben. Doch ohne erfolgreiches Betreiber-Konzept sind gro&szlig;fl&auml;chige Handelsimmobilien nicht zu f&uuml;hren. Und schon gar nicht mit Mieterh&ouml;hungen. Dass Insolvenzverwalter B&auml;hr f&uuml;r den Gesch&auml;ftsbetrieb keinen K&auml;ufer fand, weil der Immobilien-Eigner nicht zu Mietsenkungen bereit war und Hertie mit seinen 73 H&auml;usern liquidiert werden musste, hat in der Branche eine Schockwirkung erzeugt.</p>
<p>Die Eigent&uuml;mer der Karstadt-Filialen, das Highstreet-Konsortium, d&uuml;rften sich dieses Szenario genau angeschaut haben. Und auch die Liquidation des Traditions-Versenders Quelle nach 82 Jahren zeigt, dass gerade f&uuml;r ein Versandunternehmen die Insolvenz &ndash; anders als von der Bundesregierung bei den z&auml;hen Verhandlungen um eine B&uuml;rgschaft beschworen &ndash; eben doch nicht immer eine neue Chance bedeuten muss. Die Weigerung der Factoring-Bank Valovis, auch k&uuml;nftig die Finanzierung sicher zu stellen, verhinderte laut Insolvenzverwalter Klaus Hubert G&ouml;rg den Verkauf an einen Interessenten. Schon nach Anmeldung der Insolvenz im Juni hatte die Bank die Finanzierung ausgesetzt und so den Druck des Winterkatalogs verz&ouml;gert, was zu einem erheblichen Umsatzeinbruch f&uuml;hrte.</p>
<p><strong>G&uuml;nstige Gesch&auml;ftsentwicklung bei Karstadt gibt Hoffnung</strong></p>
<p>Aus dem Arcandor-Konzern hat die Karstadt Warenhaus GmbH die besten Voraussetzungen f&uuml;r die Zukunft. Nach dem Verkauf der problematischeren Kompakt- Warenh&auml;user setzt sich Karstadt heute aus den besten Sport- und Warenhaus- Standorten &ndash; darunter die Premium-H&auml;user KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger &ndash; zusammen. Inzwischen ist klar, dass von den 129 Filialen 120 fortgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen und die Kette nach Auskunft des Insolvenzverwalters schwarze Zahlen schreibt. Das wichtige Weihnachtsgesch&auml;ft l&auml;uft also offenbar gut. Einzelne Filialen in Orten mit mehreren Karstadt-H&auml;usern werden bis zum 31. M&auml;rz 2010 geschlossen: Das sind die Sport- und Multimedia-Filiale in Celle, das Technikhaus in der Dortmunder Kampstra&szlig;e, Karstadt im Hamburger Elbe Zentrum, die Livingfiliale in Hannover, die Filiale &bdquo;Alter Markt&ldquo; in Kiel, das &bdquo;Haus am Dom&ldquo; in M&uuml;nchen und das Sporthaus in Recklinghausen.</p>
<p>Ganz aufgegeben werden die Standorte in Kaiserslautern, Ludwigsburg und in Hanau. Derzeit erarbeitet Insolvenzverwalter G&ouml;rg den Insolvenzplan f&uuml;r Karstadt, in dem festgelegt werden wird, wie hoch der Forderungsverzicht der Gl&auml;ubiger ausfallen muss, um das Unternehmen zu entschulden und so als Ganzes zu erhalten. Nach Mitteilung des Verwalters sind die Gespr&auml;che bislang konstruktiv verlaufen. Es ist aber nicht zu erwarten, dass die entscheidende Gl&auml;ubiger-Versammlung noch vor Weihnachten stattfinden wird. Auch das Highstreet Konsortium, dem der gr&ouml;&szlig;te Teil der Immobilien geh&ouml;rt, hat sich bereit erkl&auml;rt, in den n&auml;chsten 3 Jahren Mietreduktionen von &uuml;ber 200 Mio. Euro zu akzeptieren. Immerhin haben die Investoren 3,7 Mrd. Euro f&uuml;r die Immobilien gezahlt. Eine Liquidation wie bei Hertie w&uuml;rde deren Wert drastisch mindern. Insofern hat der Berater von Highstreet, Insolvenzverwalter Frank Kebekus, klar gemacht, dass das Konsortium an der Erhaltung von Karstadt gro&szlig;es Interesse hat.</p>
<p>Dass Karstadt nach Auskunft eines Sprechers von Insolvenzverwalter G&ouml;rg schwarze Zahlen schreibt, d&uuml;rfte den eingeleiteten Verkaufsprozess erleichtern. Inzwischen soll es zwei Dutzend Interessenten geben. Bleibt die Frage, wer als K&auml;ufer in Frage kommt? F&uuml;r einen strategischen Investor allein, so sch&auml;tzen Experten, d&uuml;rfte der Kauf schwer zu stemmen sein, da noch einiges an Geld in die Neuausrichtung gesteckt werden muss. Ob sich die britische Warenhaus-Kette Debenhams, mit der Karstadt schon einmal &uuml;ber eine Kooperation gesprochen hatte, gemeinsam mit einem Investor interessieren k&ouml;nnte, ist offen. Genauso wie die Frage, ob der Betreiber der italienisch- franz&ouml;sischen Warenhaus-Kette La Rinascente /Pinault Printemps Redoute, Maurizo Borletti, der zum Immobilien-Konsortium geh&ouml;rt, sich wom&ouml;glich noch st&auml;rker engagiert? Von Vorteil ist f&uuml;r Insolvenzverwalter G&ouml;rg aber, dass der relativ stabile deutsche Einzelhandelsmarkt im Fokus ausl&auml;ndischer Investoren bleibt. (Gi24/HIR, Nr. 61)</p>
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		<title>Millionen Menschen ohne ausreichende Nahversorgung</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 01:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ruth Vierbuchen. Im preisaggressiven deutschen Lebensmittelhandel haben die kleinen Gesch&#228;fte ihre Existenzgrundlage verloren.
Kleine Gemeinden mit weniger als 3 500 Einwohnern haben die Filialisten bei ihrer Expansion nicht mehr auf dem Radar. So k&#246;nnen bundesweit etwa 8 Mio. Menschen ihren kurzfristigen Bedarf nur noch unzureichend decken. Mitte der 1980er-Jahre rutschte die Hamburger Edeka in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img hspace="4" alt="Millionen Menschen ohne ausreichende Nahversorgung Superm&auml;rkte" vspace="2" align="left" width="200" height="170" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/61-3-supermaerkte.jpg" />Von Ruth Vierbuchen</em>. <strong>Im preisaggressiven deutschen Lebensmittelhandel haben die kleinen Gesch&auml;fte ihre Existenzgrundlage verloren</strong>.</p>
<p>Kleine Gemeinden mit weniger als 3 500 Einwohnern haben die Filialisten bei ihrer Expansion nicht mehr auf dem Radar. So k&ouml;nnen bundesweit etwa 8 Mio. Menschen ihren kurzfristigen Bedarf nur noch unzureichend decken. Mitte der 1980er-Jahre rutschte die Hamburger Edeka in die roten Zahlen. Hauptgrund: Die Filialen der selbstst&auml;ndigen Kaufleute waren im Schnitt zu klein. Folge: Die Belieferung der zahlreichen kleinen M&auml;rkte &#8211; mit kleinen Mengen &#8211; lie&szlig; die Transportkosten aus dem Ruder laufen. Das System war zu ineffizient und zu teuer. Als Konsequenz aus der Misere zog sich Edeka 1985 aus der &Ouml;ffentlichkeit zur&uuml;ck und ging systematisch daran, das Filialnetz einer Um- und Neustrukturierung zu unterziehen, um Jahre sp&auml;ter als Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Lebensmitteleinzelh&auml;ndler zur&uuml;ck zu kehren. Der Fall Edeka zeigt plakativ, welcher Strukturwandel in den 1980er-Jahren im hart umk&auml;mpften deutschen Lebensmitteleinzelhandel mit seinen niedrigen Umsatzrenditen einsetzte. H&ouml;chste Kosteneffizienz und das Streben <span id="more-5066"></span>nach g&uuml;nstigen Einkaufskonditionen durch B&uuml;ndelung von Einkaufsmengen setzte einen immensen Konzentrationsprozess in Gang. Hinzu kam, dass die Lebensmittelsortimente immer gr&ouml;&szlig;er wurden und der Fl&auml;chenbedarf wuchs.</p>
<p><strong>Der Wandel ist an den Zahlen ablesbar </strong></p>
<p>Jahre sp&auml;ter ist der Wandel an den statistischen Zahlen abzulesen: So sank im Zeitraum von 1995 bis 2007 die Zahl der Lebensmittelgesch&auml;fte von 75 700 auf 51 400. Vor allem kleine Gesch&auml;fte verschwanden. Gleichzeitig stieg der Umsatz von 111,4 Mrd. Euro auf 130,7 Mrd. Euro, wie die M&uuml;nchener BBE Handelsberatung/IPH Immobilien in ihrem Report Nahversorgung feststellt. 2010 werden 134 Mrd. Euro erwartet. In diesem Umfeld vereinen die sechs gr&ouml;&szlig;ten Lebensmittelh&auml;ndler Deutschlands (Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, Kaufland, Metro/Real) 90% des Umsatzes auf sich. Der Trend geht weiter zu gr&ouml;&szlig;eren preisg&uuml;nstigen SB-Warenh&auml;usern und Verbraucherm&auml;rkten. &bdquo;Das Netz der Lebensmittelm&auml;rkte wird weitmaschiger, kleinere Betriebe k&ouml;nnen sich an ihren Standorte nicht mehr halten&ldquo;, stellt die BBE fest. In die Klemme gerieten neben den kleinfl&auml;chigen Lebensmittelfachgesch&auml;ften &#8211; &bdquo;Tante Emma L&auml;den&ldquo; &#8211; auch die Superm&auml;rkte, die nicht das gesamte Sortiment darstellen k&ouml;nnen.</p>
<p>Und zwar von zwei Seiten: Auf der einen Seite die Gro&szlig;fl&auml;chen am Stadtrand, auf der anderen Seite die Lebensmitteldiscounter, die den gr&ouml;&szlig;eren Superm&auml;rkten mit ihren preisaggressiven Sortimenten aus Schnelldrehern die preisbewussten Kunden abjagen. Zwar haben die etablierten Lebensmitteleinzelh&auml;ndler alle ihr eigenes Discount- Sortiment entwickelt, das in Kernbereichen mit den Preisen der Discounter mithalten kann, doch ben&ouml;tigen sie mit ihren etwa 12 000 Artikeln, f&uuml;r eine Grundversorgung gr&ouml;&szlig;ere Verkaufsfl&auml;chen als die Discounter. Und kollidieren so mit der Novelle von &sect; 11,3 BaunutzungsVerordnung, die es den Kommunen erlaubt, in Stadtteilen und Randgebieten die Verkaufsfl&auml;che auf 800 qm zu beschr&auml;nken. Discounter kommen mit den kleineren Fl&auml;chen aus &ndash; Superm&auml;rkte zumeist nicht. Nach Einf&uuml;hrung des Euro 2002 profitierten die Discounter zudem davon, dass sich in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung der Eindruck verst&auml;rkte, dass die Preise mit der W&auml;hrungsumstellung gestiegen seien.</p>
<p>Die Discounter warben dagegen mit Preissenkungen. So stellt die BBE fest, dass die Discounter auch 2007 wieder die Gewinner waren: &bdquo;Die Zunahme der Verkaufsstellen um 2,8% auf 15 219 wurde begleitet von einer Umsatzsteigerung um 2,4% auf 55,2 Mrd. Euro.&ldquo; Allerdings wachsen auch hier die B&auml;ume nicht in den Himmel. Die Zuwachsraten verlangsamen sich und es werden auch hier S&auml;ttigungsgrenzen sichtbar. Diesem Trend versuchen die Discounter laut BBE &bdquo;mit zunehmender Nachverdichtung, Verlagerung an gr&ouml;&szlig;ere Standorte und Diversifikation des Angebotes wie Dienstleistungen und Reisen&ldquo; entgegen zu wirken. Folge ist einerseits, dass die Discounter vielfach die kleineren Vollsortimenter verdr&auml;ngen und in struktur- und kaufkraftschwachen Regionen die Funktion des Nahversorgers &uuml;bernehmen. Was nicht unbedingt zur Qualit&auml;tssteigerung der Nahversorgung beitr&auml;gt. Andererseits f&uuml;hrt die mangelnde Rentabilit&auml;t kleiner Lebensmittelfachgesch&auml;fte dazu, dass die Nahversorgung so ausged&uuml;nnt wird, dass laut Bundesverbraucherzentrale in Deutschland etwa 8 Mio. Menschen bei der Deckung des kurzfristigen Bedarfs unterversorgt sind.</p>
<p>Es gibt ganze Gemeinden, in denen es keine Lebensmittelgesch&auml;fte mehr gibt. Gleichzeitig f&uuml;hren der demographische Wandel mit der wachsenden Zahl &auml;lterer, wenig mobiler Menschen und die steigenden Benzinpreise dazu, dass der gut sortierte Supermarkt an der Ecke &ndash; im Umkreis von 500 bis 800 m &ndash; wieder an Bedeutung gewinnt. Supermarkt-Betreiber wie Rewe, Edeka und Tengelmann reagieren seither mit neuen Konzepten auf die Renaissance des Nahversorger-Supermarkts: Rewe mit seinem City Markt, Tengelmann mit dem Konzept &bdquo;schwarz-rot-gold&ldquo; und auch Edeka macht sich die gro&szlig;e Zahl selbstst&auml;ndiger Kaufleute zunutze, die sich mit ihrem unternehmerischen Gesp&uuml;r auf die regionalen Gegebenheiten einstellen k&ouml;nnen.</p>
<p>So registriert die BBE seit 2007/08 im Segment Supermarkt eine gewisse Dynamik. Viele innerst&auml;dtische M&auml;rkte, in denen jahrelang nichts passiert ist, werden umgebaut. Bleibt das Problem der fehlenden Nahversorgung im l&auml;ndlichen Raum. &bdquo;Kleinere Gemeinden unter 3 500 Einwohner bzw. Ortschaften unter 2 000 Einwohner haben unter dem Gesichtspunkt der derzeitigen Ansiedlungsanforderungen der Lebensmittel- Filialisten, kaum mehr M&ouml;glichkeiten, die Nahversorgung sicher zu stellen&ldquo;, res&uuml;miert die BBE, sofern es keinen &ouml;rtlichen H&auml;ndler mit pers&ouml;nlichen Einsatz gibt. Um die Nahversorgung dennoch sicher zu stellen, schlagen die Experten vor, den Lebensmittelmarkt durch Dienstleistungen wie Postagentur und Postbank, Versandagentur oder als St&uuml;tzpunkte f&uuml;r Dienstleister, Apotheken und &Auml;rzte-Dienste zu erg&auml;nzen. Wichtig bei der Nahversorgung ist, dass die B&uuml;rger hier noch schnell die &bdquo;Vergess-Artikel&ldquo; kaufen k&ouml;nnen und regionale Ware, Spezialit&auml;ten oder qualitativ hochwertige Produkte bekommen. Das z&auml;hlt dann mehr als der niedrige Preis. Und schlie&szlig;lich dient der Einzelhandel als sozialer Treffpunkt &ndash; vor allem f&uuml;r &auml;ltere Menschen.</p>
<p>Um einen solchen Laden realisieren zu k&ouml;nnen, schlagen die BBE-Experten beispielsweise die Gr&uuml;ndung einer Initiativgruppe &bdquo;Nachbarschaftsladen&ldquo; vor. Hier k&ouml;nnen sich Mitglieder mit Stammeinlagen von je 150 &ndash; 500 Euro beteiligen. Eine andere Variante w&auml;r die Gr&uuml;ndung einer Betreiber- Gesellschaft. Gefragt ist also wieder die Eigeninitiative der B&uuml;rger.&nbsp; (Gi24/HIR, Nr. 61)</p>
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		<title>Potenziale in der Revitalisierung von Fachmarktstandorten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 05:42:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Susanne Klau&#223;ner. In Deutschland gibt es derzeit rund 50 000 Fachmarktstandorte. Davon 15 000 Standorte f&#252;r Lebensmitteldiscounter sowie 22 000 Standorte im Bereich Vollsortiment und SB-Warenhaus.
Hinzu kommen ca. 414 Shopping-Center. F&#252;r 2009 sind &#252;ber 600 neue Standorte geplant, die jedoch teilweise bestehende Altstandorte ersetzen. Der Einzelhandelsbesatz steigt damit konstant. Im Gegenzug werden die Kommunen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img align="left" alt="Potenziale in der Revitalisierung von Fachmarktstandorten. In Deutschland gibt es derzeit rund 50 000 Fachmarktstandorte. Davon 15 000 Standorte f&#252;r Lebensmitteldiscounter sowie 22 000 Standorte im Bereich Vollsortiment und SB-Warenhaus. " height="171" hspace="4" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/hir-60-2.jpg" vspace="2" width="240" />Von Susanne Klau&szlig;ner</em>.<strong> In Deutschland gibt es derzeit rund 50 000 Fachmarktstandorte. Davon 15 000 Standorte f&uuml;r Lebensmitteldiscounter sowie 22 000 Standorte im Bereich Vollsortiment und SB-Warenhaus</strong>.</p>
<p>Hinzu kommen ca. 414 Shopping-Center. F&uuml;r 2009 sind &uuml;ber 600 neue Standorte geplant, die jedoch teilweise bestehende Altstandorte ersetzen. Der Einzelhandelsbesatz steigt damit konstant. Im Gegenzug werden die Kommunen in einigen Bundesl&auml;ndern, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen und Berlin, auf Grund der starken Expansionsbem&uuml;hungen immer restriktiver bei der Neuausweisung von Handelsstandorten. F&uuml;r Immobilieninvestoren bietet dies die M&ouml;glichkeit, durch Umnutzungen und Standorterweiterungen sowie Revitalisierungen bestehende Shopping-Center-Standorte aus den 70er und 80er Jahren, ehemalige Baumarktstandorte oder gro&szlig;e SB-Warenh&auml;user, wie z. B. die fr&uuml;heren Wal-Mart-Standorte, zu revitalisieren oder durch Umnutzungen einer neuen und zeitgem&auml;&szlig;en Nutzung zuzuf&uuml;hren. <span id="more-5041"></span></p>
<p>Von gro&szlig;er Bedeutung f&uuml;r solche Umnutzungen oder Revitalisierungen sind zun&auml;chst nat&uuml;rlich die Lage des Bestandsobjektes und die bestehende bzw. zuk&uuml;nftige Infrastruktur. Gerade bei Einzelhandelsimmobilien sind die Entwicklung des Standortes und die Ver&auml;nderung der Konkurrenzsituation von entscheidender Bedeutung f&uuml;r weitere zukunftstr&auml;chtige Handelsnutzungen. Wird z. B. ein 20 Jahre alter Baumarktstandort vom Erstmieter auf Grund ver&auml;nderter Gr&ouml;&szlig;enanforderungen ger&auml;umt und der Investor bem&uuml;ht sich um eine Neukonzeption, ist es von eminenter Bedeutung, wie sich die Konkurrenzsituation am Standort ver&auml;ndert hat. Viele Kommunen sind inzwischen auch im Baumarktsegment mehr als ausreichend versorgt. Bei eingetr&uuml;bter Wirtschaftslage und negativer demografischer Entwicklung vor Ort muss dann mit versch&auml;rftem Verdr&auml;ngungswettbewerb und damit auch der Aufgabe einzelner, nicht mehr den Umsatzerwartungen entsprechender Standorte gerechnet werden.</p>
<p><img align="right" alt="" height="189" hspace="4" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/hir-60-3.jpg" vspace="2" width="240" />Anstelle der neuerlichen Ansiedlung eines Baumarktes kann es dann sinnvoller sein, Nachnutzer aus dem Bereich baumarktnaher Fachm&auml;rkte zu suchen, wie etwa Raumausstatter, Matratzen- und M&ouml;belm&auml;rkte oder Gartencenter. Bei der Suche nach m&ouml;glichen Alternativnutzungen ist zun&auml;chst darauf zu achten, dass das jeweils geltende Baurecht die M&ouml;glichkeit der Erweiterung einzelhandelsrelevanter Nutzung bzw. alternative Nutzungen zul&auml;sst. Eine Baurechts&auml;nderung w&uuml;rde im Bestandsobjekt schlie&szlig;lich dazu f&uuml;hren, dass das Objekt &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum leer steht, bis die Nachnutzung genehmigt wurde. Ein derartiger Mietausfall und damit Verlust von operativem Cash Flow ist im Businessplan kaum darstellbar. Zum anderen ist zu pr&uuml;fen, wie sich der Standort in den letzten Jahren demografisch entwickelt hat und welche Zielgruppen, Bev&ouml;lkerungs &#8211; und Altersschichten vorwiegend angesiedelt sind. In Verbindung mit dem vorhandenen Einzelhandelsbesatz ist hier der neue Mieter oder der neue Mietermix mit dem gr&ouml;&szlig;ten Erfolgspotenzial zu identifizieren. Investoren sind in der aktuell starken Expansionsphase der Einzelh&auml;ndler gut beraten, sich nicht nur auf deren Anmietungsinteresse zu verlassen, sondern selbstkritisch Marktpotenziale zu pr&uuml;fen, da die Mieter den Verdr&auml;ngungswettbewerb und damit die vorzeitige Aufgabe von Standorten im Kampf um Marktanteile notfalls in Kauf nehmen.</p>
<p>Auch wenn dies derzeit noch eher die Ausnahme als die Regel ist:</p>
<p><strong>Option 1: </strong></p>
<blockquote>
<p>Mieter halten, Fl&auml;che aufwerten: Besteht die M&ouml;glichkeit, einen vorhandenen Fachmarkt zu erweitern, der erfolgreich am Markt eingef&uuml;hrt ist und vom Mieter in neuem zeitgem&auml;&szlig;en Format fortgef&uuml;hrt wird, ist dies sicherlich die optimale Ausgangssituation. Hier kann durch eine Fl&auml;chenerweiterung und ein neues Erscheinungsbild die Bestandsimmobilie wieder dauerhaft attraktiv betrieben werden; und der Cash Flow wird demzufolge f&uuml;r eine Periode von 10 bis 15 Jahren gew&auml;hrleistet. Ein Mieterwechsel und die damit verbundene Anlaufphase entfallen.</p>
</blockquote>
<p><strong>Option 2: </strong></p>
<blockquote>
<p>Neukonzeption und ver&auml;nderter Mietermix: Ist der Bestandsmieter aufgrund sich ver&auml;ndernder Fl&auml;chenanforderungen nicht mehr bereit, trotz Umbau oder Erweiterungsma&szlig;nahmen am Standort zu bleiben, dann gilt es sich damit zu befassen, welche Alternativnutzer f&uuml;r das Objekt in Frage kommen und mit welchen Umbauten dies verbunden ist. So kann auch durch eine Neukonzeption mit einem ver&auml;nderten Mietermix eine wiederum lang vermietete, attraktive Immobilie geschaffen werden, die einen langfristigen Cash Flow sichert.</p>
</blockquote>
<p><strong>Option 3: </strong></p>
<blockquote>
<p>Andere Nutzungen, neue Horizonte: Im &bdquo;worst case&ldquo; muss der Investor bei veralteten Standorten, die nicht erweitert oder sinnvoll um genutzt werden k&ouml;nnen, z. B. auf Grund einer sich v&ouml;llig ver&auml;ndernden Einzelhandelssituation am Standort oder der zwischenzeitlich entstandenen Konkurrenz, auf eine v&ouml;llig andere Nutzung einstellen. Dies kann im ung&uuml;nstigsten Fall dazu f&uuml;hren, dass Nutzungen in einer anderen Immobilien-Assetklasse als L&ouml;sungsans&auml;tze zu verfolgen sind, wie z. B. die Realisierung einer Wohnbebauung oder eine andere gewerbliche Nutzung.</p>
</blockquote>
<p><strong>Option 4: </strong></p>
<blockquote>
<p>Fl&auml;chenverteilung auf verschiedene Frequenzbringer: Stimmen die Rahmenbedingungen, so lassen sich fr&uuml;here Einzelhandelsvollsortiment-Standorte gut von Discountern nutzen, die im Allgemeinen nicht mehr als 1 000 qm Verkaufsfl&auml;che ben&ouml;tigen. Einzelhandelsdiscounter-Fl&auml;chen k&ouml;nnen durch Fl&auml;chenteilung von Fachm&auml;rkten im Non-Food-Bereich (ca. 300 bis 600 qm Fl&auml;chenbedarf je nach Standortpotenzial) und sog. 1-Euro-Fachm&auml;rkten weiter genutzt werden; schlie&szlig;lich gibt es auch Nachfrager, die ausschlie&szlig;lich als Zweit- oder Drittnutzer in Frage kommen, wie z. B. Restposten- oder Sonderpostenm&auml;rkte, die zum Teil inzwischen mit durchaus attraktiven Ladenkonzepten aufwarten und die Frequenz am Standort erh&ouml;hen.</p>
</blockquote>
<p>Fazit: Einzelhandelsfachmarktstandorte haben grunds&auml;tzlich gute Aussichten auf sinnvolle Nachnutzungen oder Umnutzungen, wenn der Investor bereit ist, mit der Zeit zu gehen und &#8211; vor allem &#8211; sich gezielt mit dem lokalen Einzelhandelskontext zu befassen. Ein gelungenes Refurbishment passt die Immobilie nicht allein im baulichen Erscheinungsbild neuen Anforderungen an, sondern tr&auml;gt auch einer eventuell ge&auml;nderten Konkurrenzsituation am Standort Rechnung und setzt gegebenenfalls ganz neue Priorit&auml;ten im Mietermix. Unter diesen Pr&auml;missen profilieren sich Einzelhandelsstandorte als langfristig und nachhaltig attraktive Immobilieninvestments. (Gi24/HIR, Nr. 60)</p>
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		<title>Immobilien-Messen sollten keine Lizenz zum Geld-Drucken sein</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 05:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GI24</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ruth Vierbuchen. Immobilienmessen sind wichtige Plattformen f&#252;r Kontakte, konstruktive Gespr&#228;che und die M&#246;glichkeit, Gesch&#228;fte abzuschlie&#223;en. Sie sollte aber zweifellos keine Lizenz zum Geld-Drucken sein.
Auch nicht f&#252;r die Veranstalter der Internationalen Handelsimmobilien-Messe Mapic in der glamour&#246;sen Filmstadt Cannes. Manager aus der Immobilien-Szene, die der wichtigen Branchen-Messe diesmal fern geblieben sind, f&#252;hren die exorbitant hohen Kosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img align="left" alt="Immobilien-Messen sollten keine Lizenz zum Geld-Drucken sein" height="150" hspace="4" src="http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/wp-content/uploads/image/hir-60-1.jpg" style="width: 240px; height: 158px" vspace="2" width="240" />Von Ruth Vierbuchen</em>. <strong>Immobilienmessen sind wichtige Plattformen f&uuml;r Kontakte, konstruktive Gespr&auml;che und die M&ouml;glichkeit, Gesch&auml;fte abzuschlie&szlig;en. Sie sollte aber zweifellos keine Lizenz zum Geld-Drucken sein</strong>.</p>
<p>Auch nicht f&uuml;r die Veranstalter der Internationalen Handelsimmobilien-Messe Mapic in der glamour&ouml;sen Filmstadt Cannes. Manager aus der Immobilien-Szene, die der wichtigen Branchen-Messe diesmal fern geblieben sind, f&uuml;hren die exorbitant hohen Kosten als Grund daf&uuml;r an. Die Eintrittsgeb&uuml;hren liegen um ein Vielfaches &uuml;ber denen der Expo Real. Und der Glamour-Faktor, den die attraktiven &bdquo;Locations&ldquo; am Boulevard de la Croisette f&uuml;r angesagte Parties bieten &ndash; von den Yachten im Hafen ganz zu schweigen &ndash; und das mediterrane Flair der Stadt z&auml;hlen wenig in Zeiten der Weltwirtschaftskrise. <span id="more-5040"></span></p>
<p>Dann ist vor allem Kostensenkung angesagt. Hinzu kommt, dass Cannes zwar romantisch am Mittelmeer liegt, aber verkehrstechnisch schwer zu erreichen ist. Das kostet dann zus&auml;tzlich auch noch viel Zeit. Die hohen Eintrittsgeb&uuml;hren k&ouml;nnten auf Dauer auch mit dem Ziel des Veranstalters Reed Midem kollidieren, vermehrt internationale Einzelh&auml;ndler auf die Messe zu holen. Denn der Einzelhandel ist es gewohnt, knapp zu kalkulieren und auf g&uuml;nstige Einkaufsvorteile zu setzen. Da z&auml;hlt der Glamour-Faktor weniger. Die Handelsszene ist bei weitem nicht so glamour&ouml;s wie die Immobilien-Welt. So spiegelte sich die Abstinenz auch im Palais des Festivals wieder: Weniger Aussteller und auch deutlich weniger Besucher als 2008.</p>
<p>Damit setzte sich der Trend fort, der im November 2008 nach Eskalation der Krise auf der 14. Mapic begann und der das Bild bei der Mipim im M&auml;rz und der Expo Real im Oktober pr&auml;gte. Die anwesenden Teilnehmer und Aussteller d&uuml;rften das nicht als Nachteil empfunden haben, denn vor Ort waren vor allem die Entscheidungstr&auml;ger, sodass sich die Mapic immer mehr zur Arbeitsmesse mausert. Und Optimismus war in den G&auml;ngen auch wieder zu sp&uuml;ren. Ein gutes Gesp&uuml;r hat der Veranstalter bei der Wahl seines Ehrengastlands Deutschland gehabt. Denn laut CB Richard Ellis steht Deutschland bei den internationalen Handelsfilialisten 2010 auf Platz eins der Expansionsliste. Zwar wird auch der deutsche Einzelhandel, wie der Handelsverband HDE j&uuml;ngst bekr&auml;ftigte, 2009 einen Umsatzr&uuml;ckgang von 2% hinnehmen m&uuml;ssen, steht damit aber immer noch besser da, als viele Nachbarn. Denn Stimmung und Anschaffungsneigung der Bundesb&uuml;rger sind 2009 besser als 2008.</p>
<p>Damals vermiesten die hohen &Ouml;l- und Lebensmittelpreise die Laune der Konsumenten. So ist der HDE f&uuml;r das wichtige Weihnachtsgesch&auml;ft sogar verhalten optimistisch, zumal das Gesch&auml;ft nach einem schwachen Sommer im Oktober &uuml;berwiegend zufriedenstellend verlief. Eine Prognose f&uuml;r 2010 traut sich der Verband aber erst im Februar zu, da niemand wei&szlig;, wie sich der Arbeitsmarkt weiter entwickelt. (Gi24/HIR, Nr. 60)</p>
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