Archiv für die Kategorie ‘Reportagen’

 

Zertifizierung darf kein Alibi für ökologisches Bauen werden

20. November 2009

Von Dr. Karina Junghanns. „In Beton gegossene Ideen müssen gute Ideen sein, die auch morgen noch Bestand haben.“

Dieser von Kurt Biedenkopf, Ex-Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, einst geprägte Satz hat in der Diskussion zum Thema „Nachhaltigkeit“ und „Green Building“ neue Aktualität gewonnen. Es geht um den Lebenszyklus eines Gebäudes, um Ökonomie und Ökologie. Es geht um Energie- und Flächeneffizienz, Raumklima, Gebäudetechnik und professionelles Facility Management. Gebäude, die nach 30 Jahren abgerissen werden, sind nicht nachhaltig, weder ökologisch noch ökonomisch. Fühlt sich der Nutzer eines Bürogebäudes an seinem Arbeitsplatz nicht wohl, hat dies unmittelbare betriebswirtschaftliche Konsequenzen. Mit zwei repräsentativen Büroobjekten macht jetzt Köln auf sich aufmerksam: Das „Westgate“ und die „Cologne Oval Offices“ – beides Objekte der Münchener Meag – haben von der EU das Umweltsiegel "Green Building" bekommen. Weiterlesen »

 

 

 

Flaute im Fondsgeschäft trotz leichter Erholung – Fonds AGs wieder Opfer ihrer Berichtspflicht

20. November 2009

Flaute im Fondsgeschäft trotz leichter Erholung – Fonds AG’s wieder Opfer ihrer Berichtspflicht Von Werner Rohmert. Selten war der Platzierungsmarkt geschlossener Fonds so gespalten. Einige leben von der Sonderkonjunktur einfacher Konstruktionen mit deutschen Immobilien.

Alles was einen Mietvertrag hat, heißt heutzutage „Core“. Früher nannten wir viele solche Immobilien „Mietvertrag mit Wetterschutz“. Australien boomt gleichfalls. Ob das Finanzamt etwaige Objektbesichtigungen der Anleger anerkennt? Schiffe, USA und komplexe Konstruktionen sind dagegen tot. Dennoch sendet schwer gebeutelte Markt der geschlossenen Fonds Lichtzeichen. Er hat sich im dritten Quartal um 9,9% verbessert. Der umgekehrte Basiseffekt macht sich bemerkbar. Der Fondsverband VGF ermittelte bei seinen Mitgliedern ein Platzierungsergebnis von 739,9 Mio. Euro. Im Juli wurden 215,5 Mio. Euro, im August 234,7 Mio. Euro und im September 289,9 Mio. Euro platziert. Treiber dieser Entwicklung dürften insbesondere Immobilien- und New Energy Fonds sein, auch wenn der Verband dazu keine offiziellen Zahlen herausgibt. Weiterlesen »

 

 

 

Handelsspezialisten unverdrossen positiv – Inflation bleibt nur ein Traum der Bau- und Immobilienwirtschaft

20. November 2009

Handelsspezialisten unverdrossen positiv, Inflation bleibt nur ein Traum der Bau- und ImmobilienwirtschaftVon Werner Rohmert. Während manche Spezialisten wie z. B. Gerhard K. Kemper im Backgroundgespräch vor rund einem Jahr bei insgesamt positiver Einschätzung des Handels im Fachmarktsegment am ehesten ein Überangebot befürchten, waren die Teilnehmer und Referenten des Deutschen Fachmarktimmobilien-Kongresses 2009 eher positiv gestimmt.

Dennoch startete die Veranstaltung mit einem eher skeptischen Ausblick des Deutsche Bank Chefvolkswirtes Norbert Walter, der sich zum Ende seiner Angestellten-Laufbahn zunehmend weltpolitisch staatsmännisch mit Vorschlägen für die Politik gibt. Die Deutschen müssten wieder ihre Stärken ausspielen. Sie würden weltweit als Inkarnation der Zuverlässigkeit geschätzt. Hinsichtlich der Koalitionsvereinbarungen sah er vor allem Nutzen bei Steuerberatern, WP’s und Notaren, aber weniger bei der Bevölkerung. Steuerberater verwiesen aber im Backgroundgespräch auf die wohl fehlende Kenntnis der Honorarordnung; denn auch für sie sei das Koalitionspapier ein reines Arbeitsbeschaffungsprogramm. Weiterlesen »

 

 

 

Aufbruchstimmung bei den Immobilien-Aktiengesellschaften

20. November 2009

Aufbruchstimmung bei den Immobilien-AktiengesellschaftenVon Werner Rohmert und Andre Eberhard. Es herrscht Aufbruchstimmung bei den Immobilienaktiengesellschaften. Die prognostizierte Pleitewelle ist (noch) nicht eingetreten. Die Zukunft ist offen.

Entweder realisiert sich unsere Befürchtung, dass die Spirale sich erst jetzt zu drehen beginnt und ab 2011 zu Problemen führt oder der Aufschwung trägt die AG’s in den Aufwind und aus der Finanzierungskrise. Aus Aktiensicht versprechen aktuelle Entwicklungen durchaus Chancen, wie die jüngere Vergangenheit belegt. Am langfristig denkenden Immobilienbeobachter dürfte aber wohl ein großer Teil der Aktienchancen vorbeilaufen. Es gibt noch zuviel Risikopotential, um an einen breiten Immobilienaktienboom zu glauben. Weiterlesen »

 

 

 

Der Name Quelle wird nicht sterben

13. November 2009

Der Name Quelle wird nicht sterbenDer Name „Quelle“ wird trotz Liquidation des Fürther Versenders nicht sterben. Mit dem ertragreichen Russlandgeschäft hat sich die Hamburger Otto Group auch die Rechte an der Marke „Quelle“ gesichert.

Für die Quelle-Mitarbeiter, die ihren Job verlieren, dürfte es indessen ein schwacher Trost sein, dass zumindest der Name „Quelle“ überleben wird. Der Hamburger Wettbewerber hat sich mit dem besten Angebot im Bieterverfahren zweifellos auch deshalb durchgesetzt, weil er den Wert der 82 Jahre alten Marke kennt und weiß, was er in seinem Verbund aus vielen Versandmarken damit machen kann. Dass er mit Quelle Russland sein eigenes Geschäft auf diesem Zukunftsmarkt stärken und den Umsatz um 170 Mio. auf 370 Mio. Euro steigern kann, ist eine Seite. Immerhin hat Quelle Russland laut Insolvenzverwalter Görg eine überdurchschnittlich gut verdienende, junge Stammkundschaft. Weiterlesen »

 

 

 

Karstadt: Gläubiger legen Wert auf sichere Zukunft

13. November 2009

Karstadt: Gläubiger legen Wert auf sichere ZukunftVon Ruth Vierbuchen. Die Gläubiger haben dem Antrag des Insolvenzverwalters, die Karstadt Warenhaus GmbH fortzuführen, mit 100% der Stimmen zugestimmt. Damit erteilen sie Klaus Hubert Görg den Auftrag, einen Insolvenzplan zu erarbeiten, um Karstadt als Ganzes zu erhalten.

Der Termin für die Abstimmung über den Plan ist noch offen. Zudem stimmten sie dafür, dass Karstadt an einen qualifizierten Investor verkauft wird, der die Zukunft des Unternehmens nachhaltig sichert. Die Erleichterung der Gläubiger über diese Entscheidung äußerte sich in lange anhaltendem Applaus. Am Tag zuvor hatte Helmut Balthasar, Insolvenzverwalter aus dem Team von Görg Rechtsanwälte am selben Ort in der Gruga-Halle in Essen der kleinen Gläubigerschar der Muttergesellschaft Arcandor noch drastisch vor Augen führen müssen, wie sich die Werte eines Unternehmens im Zuge einer Insolvenz in Luft auflösen können und die Quote in den Promille-Bereich absackt. Einen Tag später, bei der Gläubiger-Versammlung von Karstadt schlug Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg andere Töne an. Hier sieht er gute Chancen, den Warenhausbetreiber im Zuge eines Insolvenzplanverfahrens zu retten – vorausgesetzt, die Hauptgläubiger sind bereit, auf einen Teil ihrer Forderungen zu verzichten. Weiterlesen »

 

 

 

Warenhäuser: Luxus sticht mehr als das Massenangebot

13. November 2009

Warenhäuser – Luxus sticht mehr als das Massenangebot Von Ruth Vierbuchen. Es werde auch in Zukunft noch einen Warenhaus-Betreiber in Deutschland geben. Darüber sind sich Experten wie Detlev Schauwecker und Klaus P. Rättig von der Unternehmensberatung Alix Partners in Düsseldorf einig. Dabei könnten sie sich auch die „Deutsche Warenhaus AG“ vorstellen, die Metro-Chef Eckhard Cordes im Vorfeld der Karstadt-Insolvenz so plakativ ins Feld geführt hat.

Ob die einstigen Flaggschiffe tatsächlich eine Zukunft haben und wie die aussehen könnte, versuchten die Experten während des „Forums Recht und Beratung“, das der German Council of Shopping-Center (GCSC) in Düsseldorf ausrichtete, zu erläutern. Dabei zeigt der Zahlenvergleich, wie groß der Aderlass bei den Warenhauskonzernen in den vergangenen 35 Jahren war: 1974, als die Flaggschiffe im Nachkriegsdeutschland ihre Blütezeit erlebten, hatten sie mit ihrem Komplett-Angebot noch einen Marktanteil von 13%, 2005 waren es noch 3,4% und 2010 werden es nach Experten- Schätzung noch 3% sein. Weiterlesen »

 

 

 

Wohnimmobilien-REITs – Längst überfällig – dennoch Zielscheibe der Bedenkenträger

06. November 2009

Wohnimmobilien-REITs – Längst überfällig – dennoch Zielscheibe der BedenkenträgerVon Univ.-Prof. Dr. Karl-Georg Loritz. Die German REITs sind, wie insbesondere von Werner Rohmert schon vor ihrer Einführung prognostiziert, ein Misserfolg geworden.

Auch ich habe ihnen in Deutschland angesichts der Existenz der ebenfalls steuerlich transparenten offenen Fonds, die es in anderen Ländern in dieser Form nicht gibt, keinen Erfolg prophezeit. Meine Ansicht war und ist, dass REITs erforderlich sind, weil Deutschland nicht auch in diesem Punkt hinterherhinken darf. Schaden konnte und kann durch REITs nicht verursacht werden. Allerdings war klar, dass der seinerzeitige Wunsch nicht weniger Initiatoren geschlossener Immobilienfonds, mit REITs ein Vehikel zu erhalten, um ihren Anlegern den Exit aus wirtschaftlich unattraktiven Fonds zu attraktiven Konditionen zu bieten, zum Glück nicht funktionieren konnte. Wer als Fondsinitiator in den neuen Bundesländern Immobilen weit über den regionalen Bedarf hinaus, in wenig attraktiven Lagen, zu überhöhten Preisen und mit sehr hohen „weichen“ Kosten in Fonds Weiterlesen »

 

 

 

Aus für Quelle, folgt nun Karstadt?

30. Oktober 2009

Aus für Quelle, folgt nun Karstadt?Von Ruth Vierbuchen. Das plötzliche „Aus“ für den Universalversender Quelle wirft jetzt die drängende Frage auf, ob Karstadt demnächst folgen könnte?

Doch die Ausgangslage der beiden Arcandor-Töchter, das war schon zu Beginn des Insolvenzverfahrens klar, ist sehr unterschiedlich. Das lässt sich bereits an der Tatsache ablesen, dass Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg für Karstadt eine Insolvenzplansanierung durchziehen will. Das funktioniert bekanntlich nur, wenn genügend Potenzial vorhanden ist, um das Unternehmen als Ganzes zu erhalten.

Diese Chance hat er bei Quelle nicht gesehen und deshalb die Hoffnung auf einen Käufer gesetzt, der das Unternehmen saniert. Dass er die deutsche Quelle nur im Verbund mit den ertragreichen Spezialversendern wie Madeleine, Peter Hahn oder Baby Walz verkaufen wollte, war in dieser Lage zweifellos die einzige Chance, auch für die defizitäre Quelle einen Käufer zu finden – sozusagen als Beigabe im Paket mit den gut laufenden Spezialversendern. Es hat nicht funktioniert. Weiterlesen »

 

 

 

Quelle Deutschland: Der lange Weg in die tiefe Krise

30. Oktober 2009

Quelle Deutschland: Der lange Weg in die tiefe Krise Von Ruth Vierbuchen. Am Abend des 19. Oktober verkündete Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg die Hiobsbotschaft: Für den Universalversender Quelle finde sich kein Investor. Deshalb werde das Unternehmen liquidiert.

Die lukrativen Spezialversender und das gesunde Auslandsgeschäft werden verkauft. Doch die Probleme, die nach 82 Jahren zum Aus für den einstigen Vorzeigeversender führten, reichen viele Jahre zurück. Ein wichtiger Grund: Firmengründer Gustav Schickedanz hatte seine Nachfolge nie nachhaltig geregelt. Die Familie übernahm nie operative Verantwortung, mischte sich aber immer ins Geschäft ein. Sehr zum Verdruss der jeweiligen Quelle-Chefs. „Können Sie sich vorstellen, bei diesem Unternehmen in Pension zu gehen?“ hatte ein Journalist Klaus Mangold im März 1992 gefragt. Das war wenige Monate, nachdem Mangold den Vorstandsposten bei der Fürther Quelle-Gruppe übernommen hatte, damals noch Europas größter Versender. Weiterlesen »

 

 

 

 

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