
Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verbuchte bis zur Jahresmitte 2008 auf Basis von 15 Transaktionen insgesamt ein Transaktionsvolumen von ca. 584 Mio. Euro* und liegt damit laut Jones Lang LaSalle 58 % unter dem Halbjahresergebnis 2007 (1,4 Mrd. Euro). Portfoliotransaktionen kamen dabei auf einen Anteil von 28 %, Einzeltransaktionen auf 42 % und Hotels, die als Teil eines Portfolios verkauft wurden, auf 30 %.
244 Mio. Euro (H1 2007: 360 Mio. Euro) gingen auf das Konto von sieben Einzeltransaktionen (H1 2007: 14), fünf Portfoliotransaktionen (H1 2007: 7) kamen auf ein Volumen von 165 Mio. Euro (H1 2007: 900 Mio. Euro).
Einzel- und Portfoliotransaktionen (Transaktionen über je Euro 10 Mio.)
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Gegenüber den beiden Rekordjahren 2006 und 2007 sind vor allem die Aktivitäten der ausländischen Investoren zurückgegangen, die seit 2004 den Hotelinvestmentmarkt klar dominiert haben. Im ersten Halbjahr 2007 standen sie bei 24 der insgesamt 28 Transaktionen auf der Käuferseite, in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres waren es 9 von 15 Deals. Seit 2003 (22 %) war der Anteil ausländischen Investmentkapitals am Hotelinvestmentvolumen in Deutschland kontinuierlich angestiegen, auf über rund 60 % in 2004, 70 % in 2005 und 93 % in 2006. Der Anteil ging von über 90 % in den vergangenen beiden Jahren auf 60 % im ersten Halbjahr 2008 zurück.
„Die deutschen Player im ersten Halbjahr 2008 waren ausnahmslos institutionelle Investoren, die bei Akquisitionen mit mehr Eigenkapital agieren als beispielsweise Private Equity Investoren. Generell sind momentan – und das gilt nicht nur für den deutschen Hotelinvestmentmarkt – primär Investoren aktiv, die nur einen geringen Bedarf an Fremdkapital haben und fast ausschließlich Objekte auf Basis von langfristigen Pachtverträgen in guten Lagen erwerben“
so Ursula Kriegl, Leiterin Jones Lang LaSalle Hotels Deutschland.
Auf Käuferseite bei Einzeltransaktionen mit Hotels in Köln, Berlin, Hamburg, Bremen, Ratingen und Stuttgart waren beteiligt:
Bei den Portfoliotransaktionen war das Verhältnis deutscher und ausländischer Investoren gemessen am Volumen fast ausgeglichen (43 % zu 57 % des Volumens):
Als Teil eines europäischen Hotelportfolios oder deutschen Portfolios mit unterschiedlichen Immobilientypen wurden sechs Hotels in Deutschland verkauft, mit einem Volumen von ca. 175 Mio. Euro:
Aufgrund der gestiegenen Fremdkapitalkosten sind die Renditen bei Hotelinvestments grundsätzlich gestiegen, insbesondere in Sekundärstandorten. Spitzenrenditen liegen bei ca. 6 % bis 6,25 %.
„Auch die zweite Jahreshälfte wird von den Schwierigkeiten auf den Finanzmärkten und den damit einhergehenden Auswirkungen auf die Aktivitäten der Hotelinvestoren gekennzeichnet sein. Das Käuferprofil wird sich weiter unter diesen Einflüssen verlagern, und zwar hin zu eigenkapitalstarken Investoren wie Immobilenfonds oder private Investoren“,
so Ursula Kriegl. Und weiter:
„Die 1 Mrd. Euro-Marke werden wir bis Jahresende wohl überschritten haben. Das sind zwar Welten von den 2,3 Mrd. Euro des Rekordjahres. Aber im langfristigen Vergleich (1990 -2008) ist es immerhin das drittbeste Ergebnis“.
*Berücksichtigt sind alle Einzel- und Portfoliotransaktionen ab 10 Mio. Euro Kaufpreis
Quelle: Jones Lang LaSalle Hotels, 14.08.2008
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