Energieeffizienz alter Wohnungsbestände ist besser als ihr Ruf

14. April 2011

BFW: Energieeffizienz von Wohnungsbeständen besser als ihr Ruf / 17 Prozent der WE mit einem Baujahr bis 1978 sind „mittel bis größtenteils“ modernisiert.

Die Energieeffizienz alter Wohnungsbestände ist besser als ihr Ruf. Darauf weist der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Spitzenverband der privaten Immobilienwirtschaft, hin. Laut einer aktuellen Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) haben lediglich weniger als vier Prozent des gesamtdeutschen Gebäudebestands mit einem Baujahr bis 1978 einen Zustand, der als “nicht modernisiert“ bezeichnet werden kann. Hingegen sind bereits ca. 17 Prozent des gesamtdeutschen Gebäudebestands mit einem Baujahr bis 1978 in einem energetischen Zustand “mittel bis größtenteils“ modernisiert.

„In den meisten Beständen wurden in den letzten Jahren wichtige Teilsanierungen vorgenommen. Um so wichtiger wird es, die jetzt noch ausstehenden Sanierungen durch Anreize und Förderung zu stützen, denn weitere Energie-Effizienz-Maßnahmen sind dadurch mit weitaus höherem Aufwand verbunden und die zur Refinanzierung notwendige Kostenumlage ist oftmals für den Mieter nicht tragbar“, erklärt BFW-Präsident Rasch. „Wer jetzt auf eine Verschärfung des Ordnungsrechts wie z.B. der Energieeinsparverordnung setzt, verkennt, dass damit der Anteil der Gebäude, für die sich eine energetische Sanierung nicht rechnet, nur vergrößert wird.“

Dies belegt auch die aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Demnach wird schon jetzt die energetische Sanierung für Vermieter oft zum Verlustgeschäft. Vier von zehn Eigentümern können nach der Investition keine höhere Miete erzielen. Mit steigenden Anforderungen würden die Investitionskosten und damit die Verluste noch größer.

Rasch begrüßt, dass Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer sich dafür einsetze, das KfW-Gebäudesanierungsprogramm auch über das Jahr 2011 hinaus fortzuführen und mit Mitteln in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro jährlich auszustatten, um einen Investitionsstau zu vermeiden. Zudem sollten die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten verbessert werden. „Nicht Zwang, sondern Anreize, die die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen verbessern, führen dazu, dass Wohnungsunternehmen weiter in die energetische Sanierung investieren“, so der BFW-Präsident.

(c) Gewerbeimmobilien24

 


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