Hamburg: Investmentmarkt 3. Quartal 2011. Wenig Transaktionsgeschäfte am Hamburger Investmentmarkt / Mangel an Kaufgelegenheiten hemmt Marktentwicklung. Das Transaktionsvolumen auf dem Hamburger Markt für gewerblich genutzte Immobilien erreichte Berechnungen von Grossmann & Berger zufolge in den ersten drei Quartalen 2011 ein Volumen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Im dritten Quartal wurde jedoch nur ein Transaktionsvolumen von 250 Millionen Euro getätigt. Allerdings zeigt der Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 33 Prozent. „Angesichts der jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist die Nachfrage nach erstklassigen Büroimmobilien in zentralen Lagen ungebrochen. Dabei übersteigt die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches, der Mangel an Objekten ist quasi der Hemmschuh für den Investmentmarkt“, so Christoph Ringleben, Geschäftsführer von Grossmann & Berger.
Offene Fonds investieren über 640 Millionen Euro
Mit einem Anteil von rund 43 Prozent am Transaktionsvolumen waren die offenen Fonds die dominierende Käufergruppe, gefolgt von den geschlossenen Fonds und den Versorgungswerken / Pensionskassen mit Anteilen von jeweils 22 Prozent und 11 Prozent. Die Projektentwickler hielten sich in den ersten drei Quartalen zurück und waren lediglich mit etwa acht Prozent am Umsatz beteiligt. Auf Verkäuferseite hingegen stellten die Entwickler und Bauträger mit einem Anteil von 46 Prozent die größte Verkäufergruppe dar. Auf Platz zwei und drei folgten Opportunity / Equity Fonds mit rund 25 Prozent und Eigennutzer / Non Properties mit rund 14 Prozent. Insgesamt ist der Anteil der ausländischen Verkäufer am Transaktionsvolumen mit lediglich sechs Prozent gegenüber 30 Prozent im Vorjahreszeitraum stark zurückgegangen. Der Anteil der ausländischen Käufer sank im Gegensatz dazu jedoch nur leicht von 19 auf 17 Prozent.
Deutlicher Nachfrageschub bei Einzelhandelsobjekten
Hinsichtlich der gehandelten Objekttypen stehen Büro- und Einzelhandelsobjekte im Fokus der Anleger. Während der Anteil der Büroobjekte am Transaktionsvolumen von 53 Prozent auf 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zurückging, stieg der Anteil der Einzelhandelsimmobilien von 15 Prozent auf 41 Prozent deutlich. Die Renditen sind im Vergleich zum Vorquartal weiter stabil. Die Spitzenrendite für Büro- und Einzelhandelsobjekte liegt bei 4,70 Prozent und somit 10 Basispunkte niedriger als im Vorjahreszeitraum. „Die Nachfrage nach gewerblichen Objekten im Core-Segment übersteigt das Angebot bei weitem. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Investoren kurz- bis mittelfristig eine größere Bereitschaft zeigen, höhere Renditen für Nebenlagen oder Value-Add-Immobilien zu generieren“, resümiert Christoph Ringleben.
Vertragsabschlüsse zum Jahresende erwartet
Bei den Anlegern gelten Deutschland und speziell Hamburg dank der positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor als attraktiver Investitionsstandort. Die Nachfrage nach Investmentobjekten ist weiterhin stark. „Wir sind daher zuversichtlich, dass die laufenden Geschäfte zum Jahresende abgeschlossen sein werden und das Transaktionsvolumen ein Volumen von insgesamt 2 Milliarden Euro erreichen wird“, so Christoph Ringleben.
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