Nach Übernachtungsrekord in 2010: Hotelmarkt Dresden weiter auf Wachstumskurs. Mit 3,53 Mio. Übernachtungen hat der Dresdner Hotelmarkt in 2010 laut aktuellem Marktbericht der Dr. Lübke GmbH einen neuen Rekord erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr weist das Beherbergungsgewerbe ein Plus von 6,6 Prozent auf. Fast 82 Prozent der Übernachtungen gingen dabei auf das Konto deutscher Gäste. Der moderate Zuwachs des Bettenangebotes sorgte in 2010 für einen Anstieg der Bettenauslastung um nahezu zwei Prozentpunkte auf 51,1 Prozent.
Dabei hat sich insbesondere der Markt der Kettenhotels in 2010 positiv entwickelt: Sowohl bei der durchschnittlichen Zimmerauslastung (+1,3 Prozent) als auch beim Zimmerpreis (+14,0 Prozent) und Zimmererlös/RevPAR (+15,4 Prozent) verzeichnete die sächsische Landeshauptstadt respektable Steigerungsraten. Eine überschaubare Anzahl von Hotelprojekten befinden sich derzeit in Planung. Alexander Trobitz, Leiter Hotel bei Dr. Lübke, sieht infolge einer nach wie vor guten konjunkturellen Entwicklung sowie der Ausweitung des touristischen Angebotes eine weiterhin positive Hotelauslastung für den zu 60 Prozent durch Freizeitreisende geprägten Standort. „Mit den vielversprechenden Übernachtungszahlen im Zeitraum Januar bis Mai 2011 ist ein erfreulicher Jahresauftakt gelungen, der sich erfahrungsgemäß in den starken Monaten Juli bis Oktober sowie Dezember weiter fortsetzen wird“, so Trobitz.
Mit der positiven Konjunkturentwicklung in 2010 konnten deutlich mehr Übernachtungen (+6,6 Prozent) verbucht werden. Diese Entwicklung wurde sowohl durch den Inlandsmarkt (+5,3 Prozent), als auch durch ausländische Übernachtungen (+12,8 Prozent) getragen. Der aussichtsreiche Trend setzte sich ebenso zum Jahresbeginn 2011 fort. Im Zeitraum Januar bis Mai konnten bereits 1.294.000 Übernachtungen erfasst werden, 10,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Mit diesem Jahresbeginn und Großveranstaltungen wie der Frauenfußball-WM und dem 33. Evangelischen Kirchentag im Juni und Juli ist eine weitere Steigerung der Übernachtungszahlen sehr wahrscheinlich“ so Trobitz.
Mehr internationale Gäste und neue touristische Impulse
Mit rund 641.000 Übernachtungen beherbergte Dresden im Jahr 2010 über 12 Prozent mehr Gäste aus dem Ausland als im Vorjahr. Traditionell stellten US-amerikanische Gäste mit 11 Prozent erneut den größten Anteil. Weitere wichtige Quellmärkte waren die Schweiz, Österreich, Großbritannien und Japan, das mit 25 Prozent auch die höchste Zuwachsrate aufweisen konnte. Zusätzliche Incoming-Potenziale ergeben sich durch neue bzw. ausgebaute Verbindungen des Flughafens Dresden zu wichtigen europäischen Quellmärkten. Nach einem über 7-prozentigen Plus in 2010 wurden im ersten Halbjahr 2011 bereits 4 Prozent mehr Fluggäste als im Vorjahreszeitraum registriert.
Kettenhotellerie steigert RevPAR deutlich
Die Dresdner Kettenhotels konnten im Jahr 2010 auf eine erfreuliche Entwicklung bei der Zimmerauslastung, vor allem jedoch beim Zimmerpreis sowie Zimmererlös zurückblicken. Mit einer Zimmerauslastung von 63,2 Prozent wurde ein Plus von 1,3 Prozent erzielt. Im bundesweiten Vergleich der Top10-Standorte rangiert die Sachsenmetropole auf dem achten Platz, noch vor Stuttgart und Düsseldorf. Beim durchschnittlichen Zimmerpreis legten die Kettenhotels kräftig auf 72,65 Euro (+14,0 Prozent) zu. Nur München (+18,5 Prozent) und Düsseldorf (+18,2 Prozent) erzielten höhere Steigerungsraten. Beiderlei positive Entwicklung beflügelte den RevPAR: der durchschnittliche Zimmererlös stieg in 2010 um 15,4 Prozent auf 45,91 Euro – ein verdienter neunter Platz unter den deutschen Top10-Hotelstandorten.
Wenig Hotelprojekte bis 2013, gute Auslastungsperspektiven
Im Zeitraum Januar 2010 bis Juli 2011 wurden in Dresden ca. 1.260 Zimmer in sieben Hotels mit einem Schwerpunkt im gehobenen Segment eröffnet, darunter zuletzt das Etap Hotel City Dresden im Juli 2011. Weitere 3 Hotelprojekte mit knapp über 620 Zimmern sind derzeit im Bau und werden innerhalb der kommenden 18 Monate fertig gestellt. Der Großteil der Projektierungen bezieht sich auf das 4- und 5-Sterne-Segment.
Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Übernachtungszahlen und moderaten Zimmerfertigstellungen, der bislang guten Wirtschaftslage und einiger kultureller Highlights für 2011 rechnen die Dr. Lübke Experten mit einer weiterhin positiven Auslastungsentwicklung. „Durch die stärkere Zunahme der Übernachtungszahlen im Vergleich zur Zimmerentwicklung ergeben sich wieder Wachstumsmöglichkeiten für die Hotellerie in Dresden. Im Vergleich der deutschen Top-10-Hotelstandorte wird das meiste Übernachtungspotenzial aus dem Freizeitsegment generiert. Ein konsequenter Ausbau des kulturellen Angebotes und ein international ausgerichtetes Stadtmarketing sind wichtige Maßnahmen, um auch mittelfristig Mehrfachbesuche und neue Gästepotenziale zu generieren“, meint Trobitz.
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