KfW-Förderprogramme in der deutschen Verwalterbranche kaum bekannt

22. Juni 2011

Erst rund ein Drittel der deutschen Immobilienverwalter, die an der Befragung teilgenommen haben nehmen Förderprogramme der KfW Bankengruppe regelmäßig in Anspruch.

Das ergab eine Befragung des DDIV (Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V.). Darüber hinaus liefert die Erhebung wertvolle Informationen über die Akzeptanz von KfW-Förderangeboten unter den Mitgliedern des Spitzenverbandes und klärt über ihre praktischen Probleme bei der Antragstellung von Förderkrediten auf.

Die schriftliche Befragung unter den Mitgliedern des DDIV zeigt: Die relevanten Förderprogramme sind vielen Immobilienverwaltern und Eigentümergemeinschaften nur wenig bekannt. Erst fünf Prozent gaben an, sich mit den Förderprogrammen der KfW auszukennen. Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 60 Prozent, kennen sich damit nach eigenen Angaben hingegen eher schlecht oder gar nicht aus. So erstaunt es nicht, dass die Kreditangebote der KfW bislang verhältnismäßig wenig genutzt werden. Gut ein Drittel nimmt die Förderung in Anspruch, wenn dies möglich ist, mehr als die Hälfte der Befragten haben das bislang aber nur selten oder sogar gar nicht getan. Das Informationsdefizit hat erhebliche Auswirkungen: So gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie das Antragsverfahren für zu aufwändig halten. Für mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer steht die Suche nach Produktinformationen in keinem zeitlichen Verhältnis zum Nutzen und ein Drittel gibt Probleme mit der Hausbank als Hindernis für einen Förderungskreditantrag an – schließlich können die KfW-Förderprogramme nur über die jeweilige Hausbank gestellt werden. Dass die Förderprogramme aber von großem Interesse sind, belegen die 90 Prozent der Befragten, die künftig aktiver über diese informiert werden möchten.

„Die Umfrageergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf auf. Sowohl wir als Spitzenverband der Verwalterwirtschaft als auch die KfW sind in der Pflicht“, resümiert DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Mitglieder bei der Nutzung von Förderungen nicht alleine zu lassen. Dazu gehören auch passgenaue Informationen zu konkreten Förderungsprojekten oder gemeinsame Veranstaltungen mit der KfW – schließlich bedeutet Wissen Macht. Das kann aber nur funktionieren, wenn die passenden Rahmenbedingungen geschaffen und auch gehalten werden. Die Tatsache, dass beispielsweise Hauseigentümergemeinschaften meist aus dem Raster der KfW-Förderung fallen, da sie als Eigentümergemeinschaft nicht über die nötigen Sicherheiten verfügen, stellt die ambitionierte Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung an diesem Punkt in Frage. Hier ist sie ganz klar gefragt, aktiv gegen zu steuern und die passenden Rahmenbedingungen nachhaltig zu schaffen.“, schließt Heckeler.

Welche konkreten Konsequenzen aus der Befragung gezogen werden, soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe von KfW und DDIV herausarbeiten. Weitere Kooperationen wie beispielsweise Informationsworkshops, Broschüren etc. sind schon jetzt geplant.

(c) Gewerbeimmobilien24

 


Weitere Artikel, die Sie auch interessieren könnten:

 

 

 

 

Die Kommentare sind geschlossen.

 

Sie sind hier: Startseite » News & Info´s

» KfW-Förderprogramme in der deutschen Verwalterbranche kaum bekannt

  Miete /Kauf
Gewerbe-Typ
Wo suchen Sie?
Fläche (m²)
Preis
 
           
Gewerbeimmobilien suchen
Aktuelle Angebote
Please install flash player.

Anzeige




© Copyright 2007 - 2011 by GewerbeIMMOBILIEN24.de | Gewerbeimmobilien24 ist registrierter OpenImmo Nutzer
Impressum | Kontakt | AGB | Netiquette | News Adhoc | Sex Up | Immoness | Rotlicht | Saunazubehör