Mietwohnungsangebot: 60 Prozent seit Jahren ohne Gewinn

07. September 2010

„Berichte über steigende Mieten in Deutschland beschreiben ein Randphänomen“, sagte Andreas Stücke, Generalsekretär der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland heute in Berlin. Das in den Berichten zitierte Forschungsprojekt zur Entwicklung von Mieten habe ausschließlich Wohnungen betrachtet, die 60 bis 80 Quadratmeter groß, hochwertig ausgestattet sowie frühestens im Jahr 2000 gebaut worden seien. Der Markt für diese Wohnungen sei zu klein, um daraus Aussagen über den gesamten Wohnungsmarkt ableiten zu können.

„Dass in einzelnen Teilmärkten nun die Mieten steigen, sollte niemanden wundern. Schließlich hat die Wohnungspolitik das Mietrecht konsequent zum Mieterrecht fortentwickelt und damit potenzielle Investoren in den Mietwohnungsmarkt systematisch verprellt“, so Stücke.

Zudem sorgten die permanent verschärften Anforderungen an das energetische Niveau von Wohngebäuden für drastisch erhöhte Baukosten. Vor diesem Hintergrund lohne sich für viele Vermieter die Wohnraumvermietung nicht mehr. In den vergangenen Jahren seien mit 60 Prozent des Mietwohnungsangebotes privater Vermieter keine Gewinne erzielt worden.

 


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