Der nordrhein-westfälische Landtag hat im zweiten Anlauf dem Umbauplan für die marode Geschäftsbank WestLB zugestimmt.
Die Abgeordneten haben den gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und CDU verabschiedet. Der erste Entwurf der rot-grünen Landesregierung hatte zuvor keine Mehrheit erhalten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte den Landtag daraufhin zu einer verantwortungsvollen Entscheidung aufgefordert. Eine Ablehnung des Antrages wäre das Ende der WestLB gewesen, da um Mitternacht die Frist endet, um den Wettbewerbshütern der Europäischen Union ein Konzept zum Umbau der Bank vorzulegen. Die WestLB, mit derzeit noch rund 4.400 Mitarbeitern, ist eine international tätige Geschäftsbank mit Hauptsitz in Düsseldorf.
Die WestLB will indes beim notwendigen Umbau der Bank bis zum Ende des nächsten Jahres auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Das berichtet die "Rheinische Post" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Aussagen von WestLB-Chef Dietrich Voigtländer in der jüngsten Mitarbeiterversammlung. " Jetzt brauchen wir den engagierten Einsatz aller Kräfte", habe Voigtländer gesagt und von einer "schmerzhaften Restrukturierung" gesprochen. Der äußerst anspruchsvolle Umbau sei nur in einem "engen Schulterschluss" mit der gesamten Belegschaft machbar. Die WestLB hat derzeit noch 4.400 Mitarbeiter. Im Zuge des Umbaus könnten nach Einschätzung von NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans 1.850 Arbeitsplätze wegfallen. Derzeit laufen Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi über einen Haustarifvertrag.
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