Steigerungsraten der ZWEITEN MIETE deutlich oberhalb der Inflation

12. Dezember 2008

Von Marion Götza

Deutsche Haushalte müssen mittlerweile rund 35% ihres Nettoeinkommens für Miete und Betriebskosten aufbringen. Lt. IVD-Beobachtungen in 100 deutschen Städten, ist die Mietbelastung in Städten mit einem hohen Anteil von Niedrigverdienern besonders hoch. Dazu zählen nicht nur Empfänger von Arbeitslosengeld- oder sonstigen Transferzahlungen, sondern auch Studenten.

In Freiburg, die als vermögende Stadt mit guter Kaufkraft gilt, bewirkt die Vielzahl an Studenten, dass das durchschnittlich verfügbare Einkommen unter 1.700 Euro liegt. Hier müssen die Einwohner für eine 75 qm große Wohnung mit mittlerem Wohnwert im Schnitt 43,8% ihres Einkommens ausgeben. Die niedrigste Mietbelastung in Deutschland weist Gütersloh aus, hier zahlen die Einwohner durchschnittlich mit 24,9% weniger als ein Viertel ihres Haushaltsnettoeinkommens für Miete und Betriebskosten.

Die Belastung der in den letzten Jahren drastisch gestiegenen Betriebskosten trifft alle Einkommensgruppen gleichermaßen. Hier ist kein Ausweichen auf günstigeren Wohnraum möglich. Während die Netto-Kalt-Mieten häufig unterhalb der Inflationsrate gestiegen seien, weist die sogenannte „zweite Miete“ Steigerungsraten deutlich oberhalb der Inflation auf. Die fossilen Brennstoffe seien die größten Preistreiber bei den Betriebskosten. Allein die Heizkosten, die in den letzten 5 Jahren um durchschnittlich 38% gestiegen sind, machen mit bis zu 40% den größten Teil der Betriebskosten aus. Der zweitgrößte Kostenblock mit 20% ist Frischwasser und Abwasser. Die Preise sind jedoch regional sehr unterschiedlich.

Quelle: DIB, Nr. 181

 


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