Tochterbank der BayernLB braucht offenbar 700 Millionen Euro

19. März 2009

Das österreichische Bundesland Kärnten fordert bei der Sanierung der BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) ein Entgegenkommen des Mutterkonzerns und des Freistaates Bayern. Die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstagausgabe) berichtete vorab, die HGAA brauche 700 Millionen Euro, die sie sich über eine vom Land Kärnten garantierte Anleihe auf den internationalen Finanzmärkten besorgen wolle. Der Kärntner Finanzminister Harald Dobernig sagte dem Blatt, im Gegenzug solle die HGAA eigenständig bleiben und weiter von der Zentrale in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt geführt werden. Außerdem sollten in Kärnten keine Stellen gestrichen werden.

Kärnten ist dem Blatt zufolge mit 12,5 Prozent an der HGAA beteiligt, die seit 2007 mehrheitlich der BayernLB gehört. Dobering sagte: «Je besser unsere Bedingungen für die HGAA erfüllt werden, desto höher ist die Bereitschaft von Kärnten, für die 700 Millionen Euro zu haften.» Bis Ende März müsse klar werden, «wohin die Reise geht».

Der Zeitung zufolge will die angeschlagene BayernLB aber auch Stellen bei der HGAA streichen. Außerdem will die BayernLB die HGAA künftig stärker von München aus steuern. Dobering sagte: «Wenn zu Lasten von Kärnten restrukturiert wird, dann wird sich unser Interesse, für die 700 Millionen Euro zu haften, in Grenzen halten». Das zusätzliche Geld werde für die Versorgung der Betriebe in Kärnten mit Krediten und das weitere Wachstum der Bank in Osteuropa gebraucht.

gi24/uk, ddp

 


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