
Wie alle anderen deutschen Investmentstandorte musste auch Frankfurt deutliche Rückgänge beim Transaktionsvolumen hinnehmen. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2009 rund 291 Millionen Euro in Gewerbeimmobilien investiert – ein Rückgang um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das ergibt der „City Report Frankfurt“ für das erste Halbjahr 2009, den BNP Paribas Real Estate (BNPP RE, ehemals Atisreal).
Das Transaktionsvolumen war das niedrigste der vergangenen zehn Jahre; bisher war das erste Halbjahr 2003 mit rund 528 Millionen Euro das schwächste. Im bundesweiten Vergleich belegt Frankfurt hinter Berlin (549 Mio. €) und München (359 Mio. €) den dritten Platz. Die Spitzenrendite im Frankfurter Markt liegt unverändert bei 5,30 Prozent.
„Im ersten Halbjahr wurden in Frankfurt ausschließlich Einzelobjekte verkauft; Portfoliodeals haben wir nicht registriert“, erläutert Oliver Obert, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH. „Es ist ein Sonderfall, dass von Januar bis Juni gut 58 Prozent des Transaktionsvolumens in der Kategorie sonstige Immobilien angelegt wurden, worunter etwa Hotels, große Parkhäuser und Tiefgaragen fallen.“ Büroimmobilien machten 29 Prozent, Einzelhandelsobjekte 7 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Vier Investorengruppen standen im ersten Halbjahr im Fokus: Platz eins belegten die Corporates mit einem Anteil von 35 Prozent am Investmentumsatz, gefolgt von Spezialfonds (19 %), Pensionskassen (16 %) sowie geschlossenen Fonds (gut 9 %). „Offene Fonds traten dagegen im ersten Halbjahr noch nicht als Käufer in Erscheinung, wofür allerdings in erster Linie ein nicht ausreichendes Angebot an Core-Produkten verantwortlich ist. Bemerkenswert ist auch, dass ausländische Investoren in Frankfurt bislang nahezu überhaupt nicht in Erscheinung getreten sind“, betont Obert.
„In diesem Jahr sind bisher wenige der nachgefragten Core-Immobilien auf dem Markt. Daher gehen wir für 2009 von einem Transaktionsvolumen aus, das weit unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt liegt.“ Dieser betrug 2,87 Milliarden Euro; ohne die Ausnahmejahre 2007 und 2006 wären es 2,06 Milliarden Euro. „Die Milliardengrenze wird beim Transaktionsvolumen in diesem Jahr schwer zu knacken sein. Die Entwicklung der Spitzenrendite wird aufgrund der Nachfrage nach Core-Produkten stabil bleiben.“
gi24/BNP
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