Leipzig: Ludwig Burkardt – 15 Jahre an der Spitze des Aufsichtsrates der LWB

Am 26. August 1993 wurde Ludwig Burkardt vom Aufsichtsrat der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) zum Vorsitzenden gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Rudi Ahnert an. Seither steht Burkardt ununterbrochen an der Spitze des Aufsichtsrates, der im Auftrag der Stadt Leipzig neben der Gesellschafterversammlung und der Geschäftsführung die wohnungs- und finanzpolitischen Entscheidungen der LWB verantwortet.

Anlässlich der Aufsichtsratssitzung am 4. September 2008 ließ Oberbürgermeister Jung seinen Dank für das engagierte Wirken Ludwig Burkardts an der Spitze des Aufsichtsrates übermitteln. Der Oberbürgermeister würdigte den Aufsichtsratsvorsitzenden als ausgewiesenen Experten, der sich um die Unternehmenskonsolidierung, die verantwortungsvolle Entwicklung des kommunalen Wohnungsbestandes und die Erfüllung des wohnungspolitischen Auftrages der Stadt Leipzig verdient gemacht habe.

„Für den Gesellschafter",

so Oberbürgermeister Jung,

„sei es angesichts der turbulenten Unternehmensgeschichte und vieler wichtiger Entscheidungen mit Folgen für die Stadt Leipzig immer ein beruhigendes Gefühl gewesen, Ludwig Burkardt an der Spitze des Aufsichtsrates zu wissen. Mit seinem Gespür für das wohnungswirtschaftlich und wohnungspolitisch Notwendige hat er die Konsolidierung und die Entwicklung der LWB zu einem modernen Dienstleister maßgeblich mitgeprägt."

Im Frühjahr 1992 war die LWB in eine schwere Liquiditätskrise geraten. Die vordringlichste Aufgabe für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat war damals die Beseitigung der wirtschaftlichen Schieflage. Erschwert wurde eine Konsolidierung durch die Altschuldenproblematik und die Privatisierungsverpflichtung, durch die Eigentumsklärung für ca. 60.000 Wohnungen sowie durch Sanierungs- und Modernisierungsprogramme mit mehreren tausend Wohnungen jährlich. Angesichts dieser schwierigen Situation war der in Hessen geborene Jurist mit Wohnsitz in Kleinmachnow aufgrund seiner fachlichen Qualifikation und Nähe zur Wohnungswirtschaft im Jahr 1993 vom damaligen Leipziger Oberbürgermeister Lehmann-Grube zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates vorgeschlagen und daraufhin in den Aufsichtsrat gewählt worden.

Burkardts wohnungswirtschaftliche Kompetenz wie sein juristischer und kaufmännischer Sachverstand prägten nachhaltig die strategische Ausrichtung der LWB. Unter anderem erkannte er Ende der 90iger Jahre als einer der ersten die gesamtgesellschaftliche Dimension der wohnungswirtschaftlichen Strukturprobleme in den neuen Bundesländern und setzte sich gegenüber der Politik verstärkt für die Interessen der ostdeutschen Wohnungswirtschaft ein.

Quelle: LWB, 08.09.2008