Mainz: Wenig Impulse auf dem Bürovermietungsmarkt

Mit einem Umsatzvolumen von 14.600 m² (bei über 30 Deals) schließt der Mainzer Bürovermietungsmarkt erwartungsgemäß das erste Halbjahr ab: leicht unter dem Niveau des durchschnittlich erzielten Sechs-Monatsergebnisses in den letzten fünf Jahren (von 13.320 m²), weit entfernt vom Höhenflug des Vorjahres (- 41 % gegenüber H1 2007).

„Wenn der Büromarkt in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt normal läuft, ist er charakterisiert durch Anmietungen im Bereich bis 500 m². Abschlüsse jenseits der 1.000 m² oder gar über 3.000 m², wie im vergangenen Jahr, haben Seltenheitswert. In 2008 waren es in dieser Größenordung nur zwei Mietverträge, im 2. Quartal mit 2.200 m² in Mainz-Hechtsheim durch einen Finanzdienstleister“,

so Carlo Schöps, Leiter des Jones Lang LaSalle Büros in Wiesbaden. Auch für das zweite Halbjahr werden keine außergewöhnlichen Aktivitäten erwartet, das angemietete Flächenvolumen, das 2008 zu Buche schlagen wird, wird die 30.000 m²-Marke nicht überschreiten.

Die Leerstandsquote (inklusive Untermietflächen) lag Ende Juni bei 6,2 %, eine der niedrigsten Quoten in den vergangenen fünf Jahren – mit gleich bleibender Tendenz in den nächsten sechs Monaten. Mehr als zwei Drittel der verfügbaren Flächen entsprechen allerdings nur noch durchschnittlicher oder veralteter Ausstattungsqualität. Vor allem letztere sind schwer zu vermarkten.

„Die bis Ende des Jahres spekulativ auf den Markt kommenden Flächen, 4.000 m², ändern letztlich nichts an dem Angebotsengpass bei erstklassig ausgestatteten Flächen in guten Lagen. Da haben Mainz und Wiesbaden ähnliche Probleme“.

Vermehrt sind deshalb Projektvorvermietungen und die Realisierung von Eigennutzerprojekten zu beobachten. Neubauprojekte, so sie denn realisiert werden, entstehen eher in den Gewerbegebieten, wo die Preise noch erschwinglich und Baureserven vorhanden sind.

Die Spitzenmiete auf dem Mainzer Büromarkt lag Ende Juni in der Innenstadt konstant bei 12,00 Euro/m²/Monat. Ob es bis Jahresende wieder zu einem Anstieg kommen wird, hängt nicht zuletzt von der Preispolitik der Vermieter ab. Potential wäre aufgrund des vor allem im Spitzensegment knappen Angebots durchaus vorhanden.

Quelle: Jones Lang LaSalle, 08.07.2008