Köln: CRE Halbjahresergebnis – Anstieg der Mieteinnahmen, Anpassung der Ergebnisprognose

Die Colonia Real Estate AG (CRE) weist trotz eines solidem Wachstum bei den Mieteinnahmen für das erste Halbjahr 2008 einen Verlust von EUR 2,0 Mio. aus nach einem um die Immobilienneubewertung bereinigten Gewinn von EUR 2,1 Mio. in der Vorjahresperiode. Das EBIT betrug EUR 5,618 Mio im Vergleich zum entsprechend bereinigten Gewinn von EUR 11,5 Mio in der Vorjahresperiode.

Die Mieteinnahmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23,1% auf EUR 28,9 Mio. (H1 2007: EUR 23,7 Mio.). Das Nettoergebnis aus der Vermietung stieg um 18,7% auf EUR 18,4 Mio. (H1 2007: EUR 15,5 Mio.). Die um An- und Verkäufe bereinigte Durchschnittsmiete stieg seit Jahresbeginn von EUR 4.53 pro qm auf 4.62 pro qm (+1.92%). Der bereinigte Leerstand sank von 15,11% auf 14,99%. Die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in einzelnen Portfolien werden im dritten Quartal abgeschlossen sein und zu weiteren nachhaltigen Mietsteigerungen und Leerstandsabbau führen.

Die Umsätze aus dem Asset und Fonds Management betrugen EUR 3,7 Mio. nach EUR 9,4 Mio. im 1. Halbjahr 2007. Das Nettoergebnis aus dem Asset und Fonds Management lag bei EUR 0,6 Mio. (H1 2007: EUR 5,8 Mio.). In diesem Geschäftsbereich zeigt sich die geringe Transaktionstätigkeit in einem von der Finanzmarktkrise geprägten Marktumfeld. Im zweiten Halbjahr rechnet die Gesellschaft jedoch mit einer Belebung im Investmentmarkt und geht von einem deutlichen Anstieg bei Umsatz und Gewinn in diesem Segment aus. Zurzeit prüft die CRE gemeinsam mit Ihren Co-Investment Partnern Immobilien im Gesamtvolumen von rund EUR 1 Mrd.

Die Platzierung des neuen Pflegeheimfonds ‚CareConcept I‘ der Colonia Fonds Management in Kooperation mit der HGA Capital mit einem Fondsvolumen von rund EUR 78 Mio. ist für den September 2008 geplant. Aus der Privatisierung von Immobilien wurden im zweiten Quartal 2008 erstmals Erlöse von EUR 2,4 Mio. erzielt. In diesem neuen Geschäftsbereich wird im 2. Halbjahr mit weiter steigenden Umsätzen gerechnet. Die vorliegenden Privatisierungsaufträge von Dritten der Tochtergesellschaft CRE Accentro GmbH übersteigen erstmals ein Volumen von über EUR 250 Mio.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Zuge der Geschäftsausweitung von EUR 9,9 Mio. auf EUR 15,6 Mio. Die Marktbewertung der Sicherungsinstrumente (Zinsswaps) führte aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus zu einem Finanzertrag von EUR 16,6 Mio. im zweiten Quartal 2008; die Belastungen aus der Bewertung dieser Sicherungsinstrumente im ersten Quartal konnten somit deutlich kompensiert werden. Das Finanzergebnis belief sich auf EUR -7,1 Mio. nach EUR -11,5 Mio. im ersten Halbjahr 2007.

Trotz des schwierigen Finanzierungsumfeldes konnten nahezu alle in 2008 fällig werdenden Finanzschulden frühzeitig refinanziert werden. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 30. Juni 2008 auf solide 30,7% und liegt damit über dem Zielkorridor von 25 – 30%.

Aufgrund der hohen Prognoseunsicherheit im aktuellen Marktumfeld hat sich die Gesellschaft entschieden, die Jahresprognose um zukünftige Bewertungsergebnisse zu korrigieren. Die bereinigte Prognose für das Konzernergebnis 2008 wird daher auf EUR 20 – 25 Mio. (bisher EUR 72 – 75 Mio.) angepasst.

Quelle: CRE, 15.08.2008