Ungarn: Erfolgreicher Abschluss der Finanzierung für Autobahnprojekt

Am 16. Juli 2008 haben die Banken BayernLB, Caja Madrid, Commerzbank, DekaBank, Depfa Bank, DZ BANK, Erste Bank, MKB Bank, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und SMBC mit dem M6 Tolna-Konsortium erfolgreich die Verträge über vorrangige Kreditfazilitäten in Höhe von 463 Mio. Euro zur Finanzierung des M6 III Public Private Partnership ("PPP")-Projektes in Budapest unterzeichnet.

Das M6 Tolna-Konsortium besteht mit Bilfinger Berger, Porr und Egis Projects aus führenden Akteuren im europäischen Infrastrukturmarkt.

Die BayernLB agiert als Agent und Sicherheitentreuhänder für die Banken, die MKB Bank in Ungarn als kontoführendes Institut.

Die vorrangigen Kredite werden von allen beteiligten Banken gemeinsam bereitgestellt. Die DekaBank gewährt zusätzlich die Equity Bridge Facility. Mit dieser Eigenkapitalzwischenfinanzierung stellt sie die für den Baustart notwenigen Mittel zur Verfügung, bis alle Konsortialgesellschaften ihr Eigenkapital vollständig eingebracht haben.

Rechtsberater des Konsortiums waren Freshfields Bruckhaus Deringer LLP. Auf der Bankenseite waren dies Linklaters LLP. Die Deutsche Bank agierte als Finanzberater für das Konsortium.

Das Projekt umfasst den Neubau des rund 65 km langen mittleren Abschnittes der Autobahn M6 von Dunaujvaros nach Szekszard und dessen Betrieb für eine Laufzeit von 30 Jahren im Rahmen einer Konzession über Planung, Bau, Finanzierung, Wartung und Betrieb zwischen der Projektgesellschaft M6 Tolna und dem ungarischen Staat.

Mit einem Projektvolumen von rund 520 Mio. Euro handelt es sich bei der M6 III um eines der größten Infrastrukturvorhaben in Ungarn. Zwischen der Bekanntgabe des Zuschlages an das M6 Tolna-Konsortium (Preferred Bidder-Status) und der Unterzeichnung der Konzessions- und Finanzierungsverträge lagen nur 29 Tage. Weitere 16 Tage später erfolgte der Einstieg der Europäischen Investitionsbank in die Finanzierung.
 

Quelle: Deka Bank, 10.09.2008