Hotelinvestmentmarkt: Anzeichen der Erholung

Deutscher Hotelinvestmentmarkt: marginale Anzeichen von Erholung – Performance weiter schwach.

Nach zehn Monaten weist der Hotelinvestmentmarkt in Deutschland in 2009 ein Transaktionsvolumen von rund 245 Mio. Euro auf, gleichbedeutend einem Minus von 75 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.Lediglich neun Einzeltransaktionen (mit einem Investitionsvolumen von mind. 10 Mio. Euro) wurden bis Ende Oktober registriert, Portfoliotransaktionen: komplette Fehlanzeige. Trotz des deutlichen Volumenrückgangs gegenüber dem Vorjahr zeigt der Markt allererste Anzeichen einer marginalen Erholung. Noch zur Jahresmitte lag das Volumen bei mageren 90 Mio. Euro. Seit Juli schlagen bis dato immerhin 155 Mio. Euro zu Buche, vergleichweise immer noch bescheidene Größenordnungen, aber immerhin ein Hoffnungsschimmer in schwieriger Zeit.

Bei den Hotelinvestments steht, Tribut an die Krise, der Faktor "Sicherheit" im Vordergrund. Bis auf eine betreiberfreie Transaktion wurden nur Hotels mit langfristigen Pachtverträgen verkauft. Bei den Investoren dominieren eigenkapitalstarke institutionelle Anleger aus Deutschland, denn Banken zeigen sich noch immer sehr zurückhaltend bei Finanzierungen.

"Im aktuellen Marktumfeld lassen sich großvolumige Hoteltransaktionen nach wie vor nur schwer realisieren. Für kleinere Transaktionen sind Finanzierungen dagegen einfacher verfügbar. Diese Deals gehen häufig ohne einen bestehenden Betreibervertrag über die Bühne und so kommen auch kleinere Gruppen bzw. Privathoteliers zum Zuge", meint Ursula Kriegl, Deutschlandchefin Jones Lang LaSalle Hotels. Und weiter: "Zum Jahresende wird das Gesamtvolumen der Deals über je 10 Mio. Euro auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt wohl deutlich unter 500 Mio. Euro liegen und damit um mindestens 50 % niedriger als 2008".

Der verhaltenen Aktivität auf dem Hotelinvestmentmarkt entspricht die rückläufige Performance der deutschen Hotelmärkte: die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Schleifspuren. Alle sechs untersuchten deutschen Hotelmärkte (4- und 5-Sterne Hotels) zeigen im Zeitraum Januar bis September ein deutliches Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

"2009 markiert ein schwieriges Jahr für Hoteliers und auch in 2010 wird sich der Hotelmarkt nur langsam erholen. Aufgrund geringerer Reiseaktivität sinkt die Auslastung. Restriktive Reisebudgets von Unternehmen und weniger Privatreisen werden auch nächstes Jahr das Hotelgeschäft belasten", meint Kriegl. (GI24/JLL)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*