Mit einem Flächenumsatz von 68.000 Quadratmetern erzielte der Leipziger Büromarkt trotz wirtschaftlich bewegter Zeiten das beste jemals registrierte Halbjahresergebnis, das um fast 84 Prozent über dem Vorjahresvolumen liegt. Das ergeben die „City News Leipzig“ für das zweite Quartal 2009, die BNP Paribas Real Estate (BNPP RE, ehemals Atisreal).
„Dieses auch im bundesweiten Vergleich außerordentliche Ergebnis liegt an einer Großanmietung der Stadt Leipzig für das Technische Rathaus über 42.000 Quadratmeter“, erklärt Stefan Sachse,
Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und zuständig für die Leipziger Niederlassung. Damit steht die öffentliche Verwaltung uneinholbar an der Spitze der Nachfrager (Umsatzanteil: über 64 %), gefolgt von der Sammelkategorie der sonstigen Dienstleistungen (gut 12 %). Die übrigen Branchen spielten nur eine untergeordnete Rolle (jeweils unter 5 %). Neben der Anmietung der Stadt blieben größere Abschlüsse über 2.000 Quadratmeter vollständig aus, und selbst das Segment zwischen 1.000 und 2.000 Quadratmetern hatte nur einen Anteil von knapp 2 Prozent am Gesamtumsatz.
Trotz des hohen Flächenumsatzes sind die Auswirkungen auf den Leerstandsabbau begrenzt: Er reduzierte sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate um gut 6 Prozent (auf 617.000 m²). Der moderne Leerstand wurde dagegen deutlich stärker abgebaut (um minus 19 % auf 260.000 m²); sein Anteil liegt nur noch bei etwa 42 Prozent (minus 7 Prozentpunkte). Die Leerstandsrate beträgt 16,4 % (minus über 1 Prozentpunkt im Vergleich zum 1. Halbjahr 2008).
Nachdem im dritten Quartal des vergangenen Jahres mit der Realisierung mehrerer Projekte begonnen wurde, liegen die Flächen im Bau zur Jahresmitte 2009 deutlich über dem Vorjahresvolumen (plus 185 % auf insgesamt 57.000 m²). Auch die hiervon noch verfügbaren Flächen haben zugelegt (plus gut 82 % auf 31.000 m²). Das insgesamt verfügbare Flächenangebot (Leerstand plus noch verfügbare Flächen im Bau) ist dennoch leicht gefallen (um rund 4 % auf 648.000 m²).
Spitzenmiete hält sich bei 11 Euro – gutes Jahresergebnis erwartet
Auch zur Jahresmitte 2009 liegt die Höchstmiete in Leipzig bei 11 Euro pro Quadratmeter, sodass Leipzig zu den wenigen großen deutschen Büromärkten zählt, in denen die Spitzenmiete noch nicht nachgegeben hat. Erzielt wird sie wie zuvor in der City. Auch in den übrigen Büromarktzonen blieben sowohl die Spitzen- als auch die Durchschnittsmieten stabil.
„Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem sehr guten Ergebnis“, so Sachse. „Die Chancen, dass wieder einmal die magische 100.000-Quadratmeter-Schwelle überwunden werden kann, sind sehr groß. Ein verstärkter Druck auf die Spitzenmieten ist ebenfalls noch nicht absehbar.“
gi24/BNP
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