Die neue Ausgabe des Immobilienbriefs (Nr. 171 vom 25.07.2008) ist erschienen. Die Themen der aktuellen Ausgabe sind unter anderem:
- Im Editorial beschäftigt sich Werner Rohmert mit der Übernahme der Zeilgalerie, eine der bekanntesten Immobilienpleiten des Schneider-Imperiums und einer der meistbelächelsten Finanzierungsflopps der Deutschen Bank. Diese ließ die Zeilgalerie zur Buchbereinigung und späteren Wiedererweckung zunächst für eine Dekade im Konzern. Vielleicht hat der neue Besitzer ja ein glücklicheres Händchen. Als „6%er“ wäre die Zeilgalerie schon akzeptabel – wenn nicht die Abhängigkeit vom falschen architektonischen Konzept wäre.
- Österreicher kaufen DeTeImmobilien: Was die FTD vor kurzem noch ankündigte, ist nun Wahrheit geworden. Die Strabag SE steigt mit dem Kauf der Telekom-Tochter DeTeImmobilien groß ins Asset Management ein.
- Feri – Immo-AGs lassen sich ungern in die Karten schauen: Das erste Feri-Transparenz-Rating offenbart größere Mängel bei Immobilien-AGs. Besonders Immobilienaktiengesellschaften mit Schwerpunkt auf Wohnimmobilien lassen deutliche Mängel bei der Transparenz erkennen.
- empirica – Wohnungsmieten steigen, Eigentumswohnungs-Kaufpreise fallen: Am teuersten wohnt man nach wie vor in München, gefolgt von Frankfurt und Heidelberg. Die höchsten Preissteigerungen erfuhren die Eigentumswohnungen in den Neuen Bundesländern. Zu den Gewinnern zählen hier insbesondere die Eigentümer in Neubrandenburg, Görlitz, Brandenburg/Havel und Magdeburg.
- Cushman & Wakefield – Deutsche offene Immobilienfonds beherrschen Londoner Investmentmarkt: Deutsche offene Immobilienfonds sind aufgrund ihrer Eigenkapitalstärke auf dem Londoner Investmentmarkt besonders aktiv. Mit Ausnahme eines einzigen Ankaufs wurden sämtliche Transaktionen im 1. Halbjahr von den deutschen Offenen Immobilienfonds vorgenommen.
- Orlando Real Estate – Was kommt nach der großen Investmentwelle? Eine reife deutsche Volkswirtschaft bietet schlechte Rahmenbedingungen für den deutschen Investmentmarkt. Welche Strategien jetzt greifen könnten, veranschaulichte Michael Ullmann, Geschäftsführer Orlando Real Estate, bei der letzten immpresseclub-Tagung in Hamburg. 6 R`s sind dabei die Schlüsselaktivitäten: Refurbishment, Redevelopment, Reletting, Retenanting, Repositioning und Restructuring.
- Der Markt für Gewerbeimmobilien ist in Phlegma verfallen: Der Zusammenbruch der Indy-Mac-Bank in Kalifornien und die spektakuläre Rettungsaktion für die beiden Hypothekenbanken Fanny Mae und Freddy Mac lassen erahnen, dass uns die US-Immobilien- und Kreditkrise noch eine ganze Weile begleiten wird. Angesichts des aktuellen Zahlenwerkes für Deutschland titelt Jones Jang LaSalle: „Die Finanzmarktkrise hat den Investmentmarkt auch in Deutschland voll im Würgegriff.“
- Degi – Investitionswelle nach Südostasien baut enorme Risiken auf: Aufgrund der Intransparenz und Unsicherheit in Politik und Recht besteht für nachhaltige Investments ein höheres Risiko. Und inwieweit 20 000 km Entfernung, völlig unterschiedliche Kulturen und Rechtssysteme und Intransparenz der Märkte durch 1,5 bis 2% Renditedifferenz (durchschnittlich 7,1%) zu den Werten von Frankfurt oder London, ausgeglichen wird, ist fraglich. Die Tendenz ist allerdings stabil.
- Brockhoff & Partner beobachtet einen zunehmenden Flächenbedarf der Filialisten in den Innenstädten. Moderne, großzügige Verkaufsflächen in der Innenstadt werden langfristig gesucht und bieten Immobilienbesitzern auch in Zukunft eine gute Rendite-Perspektive. Aufgabe des Einzelhandelsvermieters der Zukunft wird es verstärkt sein, marktgängige Flächenstrukturen zu schaffen.
- Interview mit Jürgen Göbel, geschäftsführender Gesellschafter der SachsenFonds Gruppe über geplante Investments in Australien.
- Comfort – Ehemalige Bundeshauptstadt wehrt sich gegen Bedeutungsverlust: Entgegen dem bundesweiten Trend verzeichnet Bonn eine niedrige Arbeitslosenquote und eine überdurchschnittliche Kaufkraft. Damit avanciert Bonn zu einem der attraktivsten rheinischen Einzelhandelsstandorte.
- Immobiliendialog Region Stuttgart zieht Auswärtige an: Der Gesprächsbedarf auf dem Immobiliendialog Bernd Heuer war groß. Der Büromarkt entwickelt sich prächtig. Die (noch) geringen Mieten locken internationale Investoren an. Die Einzelhandelsflächen sind in den letzten 8 Jahren um 100 000 qm gestiegen, doch ein weiterer Flächenumsatz wird kontrovers diskutiert.
- Infrastruktur enttäuscht Anleger von Indexfonds: Glänzende Augen bekommen zahlreiche Anleger und Investoren beim Begriff „Infrastruktur“. In den entsprechenden Börsen-Indizes bleibt vom Glanz allerdings nicht viel übrig – was auch Investoren, die in entsprechende Indexfonds investieren, schmerzlich spüren, notieren diese doch nahe ihren Tiefstständen.
- Rückenwind für Öffentlich-Private Partnerschaften: Die knappen Kassen der Kommunen verursachen einen Investitionsstau auf Seiten der öffentlichen Hände von mehreren 100 Mrd. Euro. PPPs, Kooperationsverträge, bei denen ein Unternehmen das Objekt erstellt und betreut, während die Stadt über 25-30 Jahre mietet, gewinnen daher immer weiter an Bedeutung.
- IPOs sinken weltweit um 51%: Im 1. Halbjahr 2008 gingen die weltweiten IPO-Aktivitäten deutlich zurück. Verglichen mit dem zweiten Halbjahr 2007 sank die Zahl der IPOs um 51%. Weltweit wurde im ersten Halbjahr 2008 bei 505 Börsengängen ein Gesamtbetrag von 79 Mrd. USD erlöst.
- Single-Wohnungen liegen in Frankfurt im Trend: Die Stadt der Singles ist auch vermehrt die Stadt der Single-Wohnungen. So wurden im 1. Halbjahr 2008 so viele neue Ein- und Zweizimmerwohnungen genehmigt wie seit 5 Jahren nicht mehr.
- Hamburg, München oder doch lieber Paderborn oder Höxter? Standortfindung, Standortprüfung und Stadtmarketing mit dem Standortanalysesystem Contor-Regio leicht gemacht.
- Erneuerbarer Energieverbrauch massiv gestiegen: Vor allem Selbstnutzer von Ein- und Zweifamilienhäusern setzen auf Alternativen zu fossilen Brennstoffen.
- Luxus-Wohnungsbau boomt in Berlin – Und weil der alte Luxus ausverkauft ist, müssen Neubauten her.
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