Rund 1,82 Millionen qm Bürofläche wurden an den wichtigsten Bürostandorten umgesetzt

Büromärkte stabilisieren sich auf erreichtem Niveau

Rund 1,82 Millionen Quadratmeter Bürofläche wurden an den acht wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München in den ersten drei Quartalen 2009 umgesetzt. Damit liegt das Ergebnis um gut 28 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE, ehemals Atisreal), Europas führendem Berater für Gewerbeimmobilien.

„Mit rund 600.000 Quadratmetern bewegte sich der Flächenumsatz im dritten Quartal in der gleichen Größenordnung wie in den beiden Vorquartalen. Dies ist ein Indiz dafür, dass sich die Büromärkte auf dem jetzt erreichten Niveau stabilisieren“, erläutert Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland. „Da die Zunahme der Arbeitslosigkeit geringer ausfällt als erwartet und die Gesamtwirtschaft sich langsam stabilisiert, dürfte das Umsatzniveau auch in den nächsten beiden Quartalen vergleichbare Größenordnungen aufweisen.“

Fast alle Standorte mussten in den ersten neun Monaten dieses Jahres spürbare Verluste hinnehmen. Am deutlichsten fiel der Rückgang in Düsseldorf aus (minus 48 % auf 163.000 m²). Mit 403.000 Quadratmetern sank der Flächenumsatz in München um rund ein Drittel (minus 34 %). In Hamburg (301.000 m²) und Köln (153.000 m²) lag das Ergebnis um rund 28 Prozent und in Frankfurt mit 340.000 Quadratmetern um knapp 24 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch Essen verbuchte mit 82.000 Quadratmetern 35 Prozent weniger Umsatz. Positiv überraschen konnte Berlin, wo mit 293.000 Quadratmetern lediglich 17 Prozent weniger Flächenumsatz erzielt wurden. Nur in Leipzig wurden aufgrund einer Großanmietung der Stadt gut 34 Prozent mehr Flächen umgesetzt (86.000 m²).

Leerstände steigen weiter leicht an, Spitzenmieten nur noch vereinzelt gesunken

In den analysierten Städten haben sich die Leerstände in den vergangenen zwölf Monaten um insgesamt 6,5 Prozent auf knapp 8,6 Millionen Quadratmeter erhöht. Im Vergleich zur Jahresmitte 2009 sind sie noch einmal leicht um rund 2 Prozent gestiegen.

Nachdem die Spitzenmieten im ersten Halbjahr 2009 spürbar nachgegeben hatten, sind sie im dritten Quartal an den meisten Standorten stabil geblieben. Lediglich in Hamburg (minus 2 %) und München (minus 1,6 %) haben sie weiter leicht nachgegeben. Die Mietpreise für Büroflächen in B-Lagen und älteren Bestandsgebäuden stehen aber nach wie vor unter Druck. „Vor dem Hintergrund der unverändert schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation und einer leichten Angebotszunahme ist ein weiterer moderater Rückgang der Spitzenmieten bis in das Jahr 2010 hinein nicht auszuschließen. Der größte Teil der Mietpreiskorrektur dürfte aber bereits vollzogen sein“, fasst Rösler zusammen.  (gi24/BNP)

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