Stuttgarter Büromarkt: Neckarmetropole vom Krisenstrudel erfasst
Nun wurde auch die Neckarmetropole vom Krisenstrudel erfasst. Die globale Wirtschaftskrise einerseits und ein Stimmungstief mit starkem Lokalkolorit bilden ein Amalgam, das den Immobilienmarkt der schwäbischen Immobilienhochburg lähmt. Die Hiobsbotschaften im dritten Quartal haben den Stuttgarter Wirtschaftsrecken auf jeden Fall einen erheblichen Dämpfer versetzt. Die Schwaben sind in ihrer Ehre gekränkt. Porsche scheitert beim Versuch, VW zu übernehmen. Mercedes rationalisiert, die Zukunft der LBBW – ungewiss. Und dann musste auch noch Stuttgart 21 Federn lassen.
Die hoffnungsfrohen Großbaupläne von A1 mit Shopping Center und Hotel: Vollbremsung. Bei derlei Nachrichten kommen die erfolgsverwöhnten Schwaben ins Grübeln. "Der Aufwärtstrend auf dem Stuttgarter Markt für gewerbliche Immobilien ist auf jeden Fall kurzfristig zum Erliegen gekommen", so Sandro Camilli, Leiter des Jones Lang LaSalle-Büros in Stuttgart. "Dennoch", so Camilli, "der Grundumsatz an Büroflächen in Stuttgart ist bei weitem nicht so volatil wie in den anderen deutschen Immobilienhochburgen – und außerdem hat die Nachfrage nach der Sommerpause angezogen."
Ein Büroflächenumsatz von 118.000 m² nach neun Monaten in 2009 markiert einen deutlichen Rückgang gegenüber 2008 (rund 146.000 m²). Zum Jahresende 2009 sei ein Umsatzvolumen von etwa 150.000 m² bis 160.000 m² erreichbar, meint Camilli: "Und das entspräche immerhin dem Fünfjahres-Schnitt." (gi24/JLL)
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