Büromärkte: Mittelstädte profitieren bei insgesamt noch stabilem Markt

Von Werner Rohmert

Anders als die internationalen Chartered Surveyors, deren Analyse sich meist auf die Topsegmente der Metropolen beschränkt, analysieren DIP Deutsche Immobilien-Partner 15 deutsche Büromärkte (siehe Tabelle, zur Vergrößerung auf Graphik klicken). Das wird aus unserer Sicht immer wichtiger, da die Beschränkung auf wenige Topsegmente bei insgesamt hohem Basisleerstand immer weniger aussagefähig ist und auch irreführend sein kann, da sich in kleinen Segmenten schnell Knappheiten mit Preiseffekten bilden können, während der Gesamtmarkt noch über langfristige Vermietungspotentiale ohne Preisdruck verfügt. Bis zum letzten Zyklus waren die Entwicklungen mit Verschiebungen und anderen Volatilitäten dagegen parallel verlaufen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurde in den 15 DIP-Märkten mit rd. 2,76 Mio. qm 6% weniger vermietet als im Vorjahr mit 2,93 Mio. qm. Für das Gesamtjahr 2008 prognostiziert DIP mit ca. 3,8 Mio. qm einen Rückgang von etwa 7%. Der Büroflächenmehrverbrauch, die so genannte Nettoabsorption, entwickelt sich 2008 aber mit einem Volumen von voraussichtlich etwa 1,4 Mio. qm Bürofläche weiterhin positiv (Vj.: rd. 1,28 Mio. qm). Insgesamt reduzierten sich die Büroflächenleerstände binnen Jahresfrist von rd. 9,9 Mio. qm auf aktuell rd. 9,4 Mio. qm.

Die höchsten Umsatzrückgänge analysierte DIP in Köln und Berlin. In Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf wurden ebenfalls die Vorjahreswerte verfehlt. In München (+6%) und Stuttgart (+13%) gab es Steigerungen. In den untersuchten 8 deutschen Bürozentren mittlerer Größe erhöhte sich der realisierte Gesamtflächenumsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 um rd. 4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rd. 439 400 qm. Dabei konnten die meisten Mittelzentren Umsatzzuwächse verzeichnen.

Quelle: DIB, Nr, 178